Heizölverbrauch senken, Heizöl sparen
Kleine Tricks mit großer Wirkung.
Nicht nur aufgrund des gestiegenen Heizölpreises, sondern auch der Umwelt zuliebe lohnt es sich, den eigenen Heizölverbrauch zu senken. Dabei können kleine Tricks bereits eine große Wirkung haben, ohne dass man seinen Wohnkomfort einzuschränken braucht.
Heizöl sparen heisst Geld sparen und die Umwelt schonen! Ob mit moderner Brennwerttechnik oder der Verwendung von Heizöl Premium - es gibt noch mehr Möglichkeiten, den eigenen Heizölverbrauch zu senken und Heizöl zu sparen.
Raumtemperatur
So bedeutet bereits eine um ein Grad gesenkte Raumtemperatur eine Heizöl-Ersparnis von bis zu sieben Prozent ohne den Wohlfühlfaktor zu Hause wirklich zu beeinträchtigen. Jeder Mensch hat eine andere gefühlte Idealtemperatur, aber generell gilt, dass für Wohn- und Büroräume eine Temperatur von 20 Grad optimal ist, während in Küche und Schlafzimmer 16 bis 18 Grad als ausreichend angesehen werden. Auch schläft es sich bei einer leicht gesenkten Temperatur angenehmer. Daher ist es sinnvoll, die Heizung im Schlafzimmer ca. eine Stunde vor dem Schlafen gehen etwas herunter zu drehen.
Sollte Ihr Haushalt regelmäßig mehrere Stunden leer stehen (z.B. während der Arbeitszeit), dann empfiehlt sich eine Zeitschaltuhr am Thermostat ihrer Heizung. So können sie die Heizleistung während Ihrer Abwesenheit reduzieren und die Heizung kurz vor Ihrer Rückkehr selbstständig wieder die gewünschte Temperatur herstellen lassen.
Raumtemperatur bei längerer Abwesenheit
Sie sparen viel Heizöl und damit Kosten, wenn Sie bei einer Abwesenheit von mehr als einem Tag die Heiztemperatur um einige Grad senken. Wählen Sie dabei die Temperatur (jahreszeitenabhängig) so, dass ein zu großes Auskühlen der Wohnung verhindert wird, da ein Wiederaufwärmen ebenfalls viel Energie verbraucht. Sollte bei längerer Abwesenheit Frostgefahr drohen, stellen Sie das Thermostat auf die mit einem Sternchen markierte Frostschutzeinstellung ein.
Lüften
Auch das richtige Lüften des Zuhauses kann helfen Heizöl zu sparen. Fenster, die mehrmals täglich über einen Zeitraum von ca. fünf Minuten vollständig geöffnet werden, bewirken einen schnelleren und effizienteren Luftaustausch als gekippte Fenster. Tatsächlich kann ein Kippfenster, das im Winter den ganzen Tag geöffnet ist, einen zusätzlichen Verbrauch von bis zu vier Dezilitern Heizöl bedeuten, da konstant Wärme entweicht.
Dichtungen
Ein häufiger Grund für einen unnötigen Wärmeverlust sind undichte Fenster und Türen. Kontrollieren Sie daher alle Dichtungen und Fugen in Ihrer Wohnung auf eventuell undichte Stellen. Ein beliebter Trick ist es, eine offene Flamme (z.B. Feuerzeug oder Kerze) zu verwenden, um diese Stellen aufzuspüren, da sie zugige Stellen sofort und zuverlässig anzeigt. Ersetzen sie die schadhaften Dichtungen umgehend, bzw. bessern Sie diese mit Dichtungsstreifen aus, die Sie in jedem Baumarkt kaufen können.
Da auch der Bodenabstand der Haustür häufig für Zug und damit für Wärmeverlust mitverantwortlich ist, macht es Sinn (z.B. mit einer Zugluftrolle oder alten Decke) diesen Schwachpunkt auf einfache Weise auszuschalten. Auch bieten heruntergelassene Rollläden einen nicht zu unterschätzenden zusätzlichen Dämmeffekt, den Sie nachts, wenn möglich, zu Ihrem Vorteil nutzen sollten.
Heizung und Wartung
Achten Sie auch darauf, dass Heizkörper und Thermostate stets frei liegen. Ganz oder teilweise verdeckte Heizkörper (z.B. durch Möbelstücke oder Vorhänge) bewirken eine lokale Stauung der Wärme und erhöhen den Energiebedarf, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen.
Auch die Wartung der Heizanlage hilft Ihnen, Heizöl zu sparen. Achten Sie auf eine regelmäßige Wartung, die optimale Brennereinstellung und das jährliche Entfernen der Russablagerungen um erhöhte Abgastemperaturen und damit erhöhten Energieverbrauch zu vermeiden. Entlüften Sie auch regelmäßig die Heizkörper, indem Sie das Ventil solange öffnen bis Wasser heraus rinnt. Dann ist der Heizkörper entlüftet und das Ventil kann wieder fest verschlossen werden. Luft in den Heizungsrohren kann ihre Heizkosten um bis zu 15 % erhöhen.
Heizungsmodernisierung
Sie sollten auch über die Anschaffung einer energiesparenden Umwälzpumpe nachdenken. Diese spart zwar kein Heizöl, aber Stromkosten von bis zu 80 Euro im Jahr. Teilweise wird der Einbau solcher Pumpen sogar von staatlicher Seite gefördert.
Wenn Sie dauerhaft sparen wollen, sollten Sie auch über eine Heizungsmodernisierung nachdenken. Die Einsparmöglichkeiten durch zeitgemäße Heiztechnik und Fassadendämmung sind beeindruckend und werden von Heizungsexperten und Herstellern auf bis zu 40 % beziffert. Auch zukunftsweisende Kombinationen sind möglich: Öl-Brennwertheizungen sind z.B. optimal mit Solaranlagen kombinierbar.
Indem Sie Ihre Heizungseinstellungen bewusst vornehmen und Ihre Wohnung für den Energieverbrauch durch kleine und einfache Maßnahmen optimieren, können Sie dem Heizölpreis wirksam entgegentreten und viel Geld sparen.

