Wöchentliche Analysen zur Heizölpreisentwicklung
Freitags erscheint hier eine Analyse zur Preisentwicklung bei Roh- und Heizöl. Die Analysen informieren über Heizölpreis-Tendenzen und -Trends und erklären, welche Faktoren den aktuellen Heizöltagespreis bestimmen. Bei der Vielzahl von Faktoren, die bei der Heizölpreis-entwicklung eine Rolle spielen, ist das nicht immer einfach.
Mehr zu den Themen Heizölpreisentwicklung und Heizölpreis-Trend gibt es in unseren Heizöl-News und den Heizöl-Charts.
Wenig Bewegung
03.02.2012 - Stabil sind die Vorgaben in dieser Woche. Weder bei den Rohölpreisen noch beim Euro gab es Ausschläge in die eine oder andere Richtung. Unterstützt von der recht guten Laune an den Börsen halten sich die Rohölpreise auf einem recht hohen Niveau - trotz der verbreiteten Sorge um das Eintreten einer Rezession zum Ende des Jahres. Die ungelöste Krise um das iranische Atomprogramm scheint einer Lösung ferner denn je.
Der Euro konnte zuletzt ebenfalls von erstaunlich soliden Wirtschaftsdaten profitieren. Doch die Verhandlungen um einen Schuldenschnitt Griechenlands treten noch immer auf der Stelle.
Unterdessen hat der Winter nun angefangen. In den letzten Monaten blieb das Klima überdurchschnittlich mild. In dieser Woche jedoch schob das Hoch "Cooper" kalte Luft aus den Tiefen Russlands mit zu uns. Das Hoch "Dieter" hat mittlerweile "Cooper" abgelöst und treibt die Minusgrade weiter nach Westen. Die Heizöl-Nachfrage ist entsprechend gestiegen, die Lieferzeiten sind mancherorts gestiegen.
Stabile Rohölpreise und starker Euro
27.01.2012 - In dieser Woche lag es vor allem an der Erholung des Eurokurses, dass die Heizölpreise weitgehend stabil geblieben oder sogar gefallen sind. Zwar notierten die Rohölpreise in einem engen Rahmen, doch angesichts des zuletzt schwächelnden Euros kann man von einer erfreulichen Entwicklung sprechen.
Doch es hängt das Damokles-Schwert des griechischen Staatshaushalts über dem Kurs der Gemeinschaftswährung. Die Verhandlungen um den Schuldenschnitt Griechenlands, den so genannten "haircut", gestalten sich zäh. Unterdessen spitzt sich die Lage des hoch verschuldeten Landes dramatisch zu.
Der Konflikt um das iranische Atom-Programm schwelt unvermindert weiter. Nachdem die EU das Öl-Embargo zum 1. Juli diesen Jahres beschlossen hat, droht der Iran nun mit einem sofortigen Stopp seiner Öl-Exporte in EU-Staaten. Gleichzeitig rüsten die beiden Lager an der Straße von Hormus auf. Die USA stocken die in Kuwait stationierten Truppen auf bis zu 15.000 Mann auf, die Marine-Präsenz wurde ebenfalls verstärkt. Das Säbelrasseln geht also in die nächste Runde.
Sanktionen, Schulden, Diplomatie
13.01.2012 - Mit hohen Rohölpreisen begann das Jahr. Die Sorge um eine mögliche Eskalation des Iran-Konfliktes mit einer Sperrung der Straße von Hormus beflügelte die Phantasien der Spekulanten. Zwar deckelte der gegenläufige Druck der trüben Konjunkturaussichten die Rohölpreisentwicklung ein wenig, doch die Heizölpreise stiegen und hielten ihr hohes Niveau.
Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Obwohl zum Ende der Woche die Gerüchte um eine Verschiebung der EU-Sanktionen gegen den Iran die Runde machten und die Rohölpreise deutlich fielen. Denn dass das Ölembargo kommen wird, ist sicher.
Die Anleihe-Auktionen Spaniens und Italiens sind glimpflich verlaufen und beflügeln den Euro, der zuletzt einen neuen Tiefstand erreicht hatte. Gesunkene Rohölpreise und steigender Eurokurs - das Ende dieser Woche bringt dann doch noch etwas Entspannung in die Heizölpreisentwicklung. Kurzfristig könnten die Heizölpreise weiter zurückgehen - die Iran-Krise schwelt jedoch weiter.
Neues Jahr beginnt mit steigenden Heizölpreisen
06.01.2012 - Am ersten Werktag des neuen Jahres ging es noch abwärts mit den Heizölpreisen. Dann jedoch spitzte sich die Lage im Konflikt des Westens mit dem Iran zu. Zugleich wuchs der Optimismus von Anlegern, dass sich die konjunkturelle Entwicklung nicht weiter auf die Rezession zu bewege. Zwar finden sich stützende Impulse beispielsweise vom Arbeitsmarkt der BRD oder der USA, doch gerade ein Embargo der iranischen Öl-Exporte könnte sich negativ auf die Wirtschaft auswirken.
Die Heizölpreise folgten den deutlich steigenden Rohölpreisen. Der weiter schwächelnde Euro tat sein übriges dazu, am Ende dieser Woche notieren die Heizölpreise im Schnitt gut 3 Prozent fester. Angesichts der schwelenden Euro-Schulden-Krise und der möglichen Eskalation des Atomstreits mit dem Iran dürfte die Verschnaufpause am Ende dieser Woche nur eine sehr kurze Dauer haben.

