Angst vor erneuten Überangebot

Der Ölmarkt befindet sich aktuell in einem Unterangebot und sorgt für sinkende US-Ölbestände. Trotzdem kann diese Entwicklung bald beendet sein.

22.08.2017 | Robby Erkmann

Maßgeblich verantwortlich dafür sind mehrere Faktoren. Zum einen werden die im März 2018 auslaufende OPEC-Förderkürzungen höchstwahrscheinlich nicht verlängert. Das bedeutet, dass wahrscheinlich Länder wie Irak und Iran ihre Rohölförderung erheblich erhöhen werden. Andererseits war die Quotentreue der OPEC im Juni und Juli miserabel und zeigte wie zerstritten die Staaten untereinander sind. Zwar soll die Ölproduktion im August laut Schätzungen, um etwa 420.000 B/T zum Vormonat Juli angenommen haben. Für Experten ist dies weniger überraschend, weil in Nigeria ein Force Majeure die Rohölproduktion stark beeinträchtigt hat. Das technische Komitee der OPEC hält diese Woche bis Freitag seine Sitzung in Wien ab. Die Länge der Verhandlung lässt auf viele schwierige Themen schließen. Ein Thema dürfte eine EXIT-Strategie sein, die bisher noch nicht erarbeitet ist. Diese ist zwingend notwendig, falls der Markt mit dem Ende der Förderkürzungen nicht mit Rohöl überflutet werden soll. Ein anderes Thema könnte die Entwicklung der Schieferölförderung in den USA sein. Das enorme Wachstumspotential hat die OPEC lange unterschätzt. Für die aktuelle Preisspanne bei WTI, von etwa 45-50 US-Dollar ist maßgeblich die schnell wachsende Schieferölförderung verantwortlich.

Libyens Ölförderung bleibt instabil

Die libysche National Oil Corporation ruft erneut ein Force Majeure auf Lieferungen aus dem Sharara-Ölfeld aus. Grund war die Blockade einer Pipeline durch bewaffnete Milizen, die das dortige Rohöl weiter transportiert. Dabei gilt das Force Majeure für Lieferungen von Rohöl, die über den Exporthafen Zawiya realisiert werden. Die Sicherheitsfirma Petroleum Facilities Guard geht davon aus, dass die Pipeline und damit auch die Rohölförderung demnächst wieder in Betrieb genommen wird. Sicherheitsprobleme an Libyens größten Ölfeld gab es schon letzte Woche. Daher musste die Förderung um etwa 40.000 B/T reduziert werden.

Doch Marktbeobachter sehen in den letzten Konflikt durchaus positive Zeichen. So seien die Konflikte zuletzt sehr schnell gelöst worden, was einer zunehmenden Stabilisierung der Sicherheitslage in Libyen zugeschrieben werden könnte. Während der Amtszeit von Mustafa Sanallas dauerte eine Konfliktlösung oftmals sehr viel länger, wenn nicht sogar Monate. Dennoch wird es wohl weiterhin in naher Zukunft immer mal wieder zu Rückschlägen bei der Rohölförderung kommen.

Die derzeitigen Heizölpreise bleiben im Bereichen bei 53-54 Euro. Der durchschnittliche Heizölpreis liegt heute bei 53,57 Euro pro 100 Liter. Gestern lag dieser noch bei 52,70 Euro pro 100 Liter. Die Rohölnotierung für WTI liegt heute Morgen bei 47,75 US-Dollar pro Barrel. Die Nordseesorte Brent kostet 52,09 US-Dollar pro Barrel. Beide Notierungen liegen etwa 0,75 Prozent über den Tageseröffnungen.

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