Aufatmen am Ölmarkt nach den DOE-Zahlen

Nachdem der API-Bericht gestern enttäuschte, sorgten die gestern veröffentlichten DOE-Zahlen für eine bessere Stimmung auf eine gute Sommersaison.

11.05.2017 | Robby Erkmann

Die Raffinerieauslastung ist deutlich gesunken, doch ist sie durch die extrem hohe Verarbeitungsrate immer noch über dem Niveau des Vorjahres. Die Rohölvorräte nahmen um 5,2 Mio. Barrel deutlich ab, obwohl die Raffinerien weniger Rohöl verarbeitet haben. Damit ist der Abbau bei den Rohölbeständen bisher der stärkste in diesem Jahr gewesen. Die Benzinvorräte sanken leicht um 0,2 Mio. Barrel, bedingt durch eine 0,252 Mio. B/T gestiegene Nachfrage. Auch die Gesamtnachfrage nach Ölprodukten stieg wieder auf die wichtige Marke von über 20 Mio. B/T an und beträgt aktuell 20,5 Mio. B/T. Dass die US-Ölförderung um weitere 21.000 B/T auf nun 9,31 Mio. B/T anstieg, schmälert die bullishen Signale kaum. Auf die nun veröffentlichten Veränderungen und Nachfrageanstiege hatte man im Zuge der Sommerkonjunktur stets gewartet. Daher hoffen die Marktteilnehmer nun, dass die Marktlage an den Ölbörsen nun knapper wird und die Preise weiter in die Höhe treibt.

Der Heizölpreis wird diese Woche ebenfalls wieder nach oben getrieben. Im Vergleich zu gestern erhöhten sich die Durchschnittspreise für 100 Liter Heizöl um 51 Cent auf nun 54,30 Euro pro 100 Liter. Gut möglich, dass die Preise auch die nächsten Tage weiter ansteigen. Eine leichte Erholung liegt auch an den Rohölmärkten vor. Brent kostet wieder mehr als 50 US-Dollar pro Barrel und liegt aktuell bei 50,43 US-Dollar. Beim WTI zeigt die Nadel ebenfalls nach oben. Heute Morgen wird WTI aktuell mit 47,55 US-Dollar pro Barrel gehandelt.

US-Ölindustrie langfristig auf Wachstum

Letzte Woche lag die US-Rohölförderung bei 9,29 Mio. Barrel pro Tag. Bis Ende Dezember 2017 soll die Fördermenge auf 9.79 Mio. B/T angewachsen sein und bis Ende Dezember 2018 soll die Produktion bei 10,35 Mio. B/T liegen. Diese Zahlen kommen von der EIA, dem Amt für Energiestatistik im US-Energieministerium. Die USA könnten mit diesem rasanten Wachstum der zweitgrößte Ölproduzent hinter Russland werden und Saudi-Arabien auf den dritten Platz drängen. Suhail Mazrouei, der Energieminister der Vereinigten Arabischen Emiraten sieht der starken US-Ölindustrie gelassen entgegen. Er verwies lediglich darauf, dass für das OPEC-Treffen am 25. Mai mehrere Optionen umsetzbar sind um den Ölmarkt ins Gleichgewicht zu bringen.

Der Analyst Michael Hiley von LPS Futures ist anderer Meinung. Er ist der Meinung, dass die OPEC mehr tun müsse als nur die Förderkürzungen zu verlängern. Bart Melek von TD Securities kann dem nicht zustimmen. Er sagt, dass Förderkürzungen bis zum Ende 2017 die Preise an den weltweiten Ölmärkten steigen lässt. Er erwartet eine Gegenbewegung mit steigenden Preisen nach den immensen Verlusten der letzten Woche. Die Unsicherheiten der Experten bleiben daher vorerst bestehen, wahrscheinlich auch wenn es offizielle Informationen über Abschluss und Umfang der mit hoher Wahrscheinlichkeit verlängerten Förderkürzungen am 25. Mai gibt.

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