Bullisher Bestandsbericht wirkt stabilisierend

Wochenreports über die Entwicklung der US-Ölbestände bleiben trotz Harvey in dieser Woche am Markt nicht ohne Einfluss und setzen am Vormittag Impulse.

31.08.2017 | Franziska Berg

Experten waren zuvor davon ausgegangen, dass sich die Marktteilnehmer in dieser Handelswoche allein auf die Auswirkungen des Hurrikans Harvey fokussieren und die Bestandsberichte des American Petroleum Institute (API) und des amerikanischen Department of Energy (DOE) vernachlässigen würden. Während sich Anleger am Morgen tatsächlich noch unbeeindruckt von den Wochenreports zeigten, scheinen die gestern veröffentlichten bullishen Bestandsdaten des DOE die Rohölpreise am Vormittag zu stabilisieren. Schließlich enthielt der Bericht gleich mehrere preisstützende Aspekte. Dem DOE zufolge haben die USA ihren Rohölbestand zuletzt um 5,4 Millionen Barrel reduziert. Damit ist die ähnliche Einschätzung des API vom Dienstag bestätigt. Begünstigt wurden die deutlichen Abbauten laut DOE zum einen von der in der Berichtswoche gesteigerten Raffinerieauslastung. Nach Ankündigung des bevorstehenden Sturms über Texas scheinen die Raffinerien ihre Ölverarbeitung maximiert zu haben, um die Produktvorräte auszubauen und den Rohölbestand zu senken.

 

Hurrikan schränkt Handel und Ölförderung ein

Das Unwetter über Texas scheint zudem bereits vor seinem Eintreffen den Schiffsverkehr und die Ölförderung der USA beeinträchtigt zu haben. Dem DOE zufolge sind die Ölimporte in die USA in der Berichtswoche um 6,2 Millionen Barrel zurückgegangen, während täglich 2.000 Barrel weniger Rohöl gefördert wurden. Diese Meldungen sorgen am Markt nach der Skepsis der vergangenen Tage derzeit für eine leicht bullishe Stimmung. WTI befindet sich mit 46,10 US-Dollar etwas oberhalb seines Eröffnungskurses und tendiert wie auch Brent aufwärts. Ein Barrel der Nordseesorte kostet mit 50,97 US-Dollar ebenfalls mehr als zum Handelsstart vor einigen Stunden. Der heutige Heizölpreis liegt deutlich über jenem vom Vortag. Mit 54,05 Euro kosten 100 Liter im Deutschlanddurchschnitt so viel wie zuletzt vor knapp drei Wochen.

 

Europäische Ölprodukte mit steigender Nachfrage

Die vorübergehende wetterbedingte Schließung zahlreicher Raffinerien in den USA kurbelt den Handel mit Ölprodukten in Europa an. Während in den USA derzeit täglich 4,3 Millionen Barrel weniger Rohöl verarbeitet werden als üblicherweise und somit fast ein Viertel der nationalen Raffineriekapazität lahmgelegt ist, steigt die Nachfrage nach europäischen Ölprodukten. Laut dem Nachrichtensender Bloomberg sind bereits 20 Treibstofftanker aus Europa für die USA gebucht worden seit der Hurrikan Harvey auf US-amerikanisches Festland getroffen ist. Experten gehen davon aus, dass der US-amerikanische Markt noch drei bis vier Wochen vermehrt Lieferungen aus Europa beziehen wird. Auch die Nachfrage aus südamerikanischen Ländern, die für gewöhnlich US-amerikanische Ölprodukte kaufen, hat zugenommen. Der Sturm über Texas hat so auch den europäischen Ölpreisen Aufwind verschafft.

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