Chinas Durst nach Öl ungebrochen

Die chinesische Regierung hat mit der Außenhandelsbilanz auch seine Rohölimportzahlen veröffentlicht. China ist nun größter Ölimporteuer vor den USA.

14.07.2017 | Robby Erkmann

Im Juni hat China insgesamt 36,11 Mio. Tonnen Rohöl importiert. Das sind pro Tag etwa 8,82 Mio. Tonnen und etwa 18 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresmonat Auf Jahressicht hat China bis Juni 212 Mio. Tonnen Rohöl importiert. Das entspricht 13,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Analyst Neil Beveridge von Sanford C. Bernstein begründet den starken Anstieg mit den aktuellen niedrigen Rohölpreisen und den Verkauf von mehr und mehr SUVs. Zudem trägt die rückläufige chinesische Ölproduktion zu höheren Importe bei. Der ungebrochene Anstieg der Ölimporte nach dem schwarzen Gold ist für die Märkte ein bullishe Nachricht, die bisher keine Wirkung an den Börsen zeigt.

Auf Wachstumskurs im asiatischen Raum stellt sich auch Kuwait ein. Die kuwaitische Regierung will in Asien, vor allem in China, Indien, Indonesien und Vietnam neu Raffinerien bauen lassen und bestehenden Raffinerien ausbauen. Der Plan sei, innerhalb der nächsten 5 Jahre etwa 800.000 B/T außerhalb der eigenen Staatsgrenzen zu raffinieren. Langfristig ist für 2030 eine Kapazität von 1,3 Mio. B/T angestrebt. Um die Raffinerien mit dem notwendigen Rohöl zu versorgen soll die Rohölförderung ebenfalls ausgebaut werden. Aktuell fördert Kuwait etwa 2,72 Mio. B/T Rohöl. Bis 2030 will man etwa 4,0 Mio. B/T Rohöl fördern. Doch auch andere OPEC-Staaten planen langfristig einen Ausbau ihrer Rohölfördermengen. Im Fokus stehen Iran und Irak, die immer wieder betont hatten ihre Kapazitäten zu erhöhen.

US-Pipeline vom Netz genommen

Die Longhorn Pipeline von Magellan Midstream wurde in dieser Woche abgeschaltet, weil diese bei Wartungsarbeiten beschädigt worden war. Die Pipeline transportiert 275.000 B/T vom Schieferölgebiet Permian in West Texas an die US-Golfküste. Über die mögliche Dauer des Ausfalls ist bisher nichts bekannt. Durch den Ausfall muss nun auf andere Pipelines ausgewichen werden. Die dortige Rohölförderung ist allen Anschein nach bis jetzt nicht gefährdet. Im Juli sollen die OPEC-Exporte sinken, nachdem diese im Juni enorm angestiegen sind. Für den Monat Juli sollen etwa 24,23 Mio. B/T ausgeführt werden so Experten von Oil Movements. Dies wären 1,69 Mio. B/T weniger als im Vormonat.

Die Rohölnotierungen sind heute Morgen fast unverändert zum Vortag. Ein Barrel WTI wird derzeit für 46,07 US-Dollar gehandelt. Das Barrel Brent kostet aktuell 48,39 US-Dollar. Der Durchschnittspreis für 100 Liter Heizöl liegt heute bei 51,97 Euro. Zu Wochenbeginn lag der Preis bei 51,59 Euro und hat sich auf niedrigen Niveau, nur leicht verteuert.

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