DOE-Zahlen überschatten API-Zahlen

Die gestrigen API-Zahlen sorgten für eine gemischte Stimmung am Markt. Die DOE-Zahlen für vergangene Woche sind dagegen klar bullish zu werten.

20.07.2017 | Robby Erkmann

Die DOE-Zahlen hatten insofern überrascht, da bei den Rohölbeständen überraschend ein Bestandsaufbau 1,6 Mio. B/T gemeldet wurde. Erwartet worden war dagegen ein Bestandsabbau von 3,1 Mio. B/T. Im Gegensatz dazu, sanken die Benzinvorräte um 5,4 Mio. B/T. Die Benzinnachfrage ist in den Sommermonaten stets im Fokus, der Experten, da zur nachfragestarken Saison die Benzinbestände abnehmen. Wäre das nicht der Fall, hätte dies eindeutig eine bearishe Auswirkung auf die Ölbörsen. Daher waren die API-Zahlen sehr uneinheitlich und hatten wenig Aussagekraft.

Doch die DOE-Zahlen gaben dem Markt einen neuen Schub und die Preise für die Ölfutures und die Benzinpreise zogen deutlich an. Positiv ist, dass die Raffinerieauslastung mit 94 Prozent, zwar gesunken ist, aber immer noch über dem Vorjahresniveau liegt. Die Rohölimporte sind zwar um 0,386 Mio. B/T gestiegen, trotzdem meldeten die DOE-Zahlen einen Bestandsabbau bei Rohöl von 4,7 Mio. B/T. Das übertrifft sogar die Erwartungen. Die Benzinbestände sanken mit 4,4 Mio. B/T laut DOE ebenfalls, stärker als erwartet worden war. Der Benzinbedarf ging um 0,194 Mio. B/T zurück und liegt nun unter dem Vorjahresniveau. Dagegen konnte die Gesamtnachfrage nach Ölprodukten deutlich zulegen und liegt nun bei 21,2 Mio. B/T. Den positiven Gesamteindruck kann auch eine um 32.000 B/T gestiegene US-Rohölförderung nicht dämpfen. Infolge der erfreulichen DOE-Zahlen stiegen die Rohölpreise für WTI und Brent um etwa einen US-Dollar an.

Die Nordseesorte Brent liegt mit aktuell 49,66 US-Dollar nun wieder fast bei 50 US-Dollar pro Barrel. WTI kostet heute Morgen 47,10 US-Dollar pro Barrel. Mit 52,79 Euro pro 100 Liter liegt der durchschnittliche Heizölpreis heute wieder etwa auf dem Niveau von Wochenbeginn und bleibt diese Woche recht schwankungsarm.

Libyen ist weiter auf Expansionskurs

Dass die libysche Rohölförderung mittlerweile über 1,1 Mio. B/T liegt ist nicht neu. Die Kapazitätsgrenze liegt derzeit bei 1,3 Mio. B/T, die die Regierung bis zum Jahresende auch ausschöpfen möchte. Doch dabei soll es 2018 nicht bleiben. Für das kommende Jahr sind Investitionen geplant, die die Förderkapazität auf 1,5 Mio. B/T anheben sollen. Bevor es 2011 zu dem Sturz von Gaddafi kam, lag die Kapazitätsgrenze bei 1,6 Mio. B/T. Dennoch hat es Libyen geschafft, in etwa einem Jahr die Förderung von 0,25 Mio. B/T auf fast das doppelte anzuheben. Damit hat sicherlich niemand gerechnet, auch die OPEC nicht. Daher gibt es seit einiger Zeit Gerüchte, dass das OPEC-Kartell Libyen und Nigeria unter den Produktionsabkommen stellen möchte.

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