Förderkürzungen verursachen keine Kursrallye

Bisher hat das OPEC-Abkommen die Ölpreise nur moderat steigen lassen. Das Ziel des Kartells wurde somit verfehlt. Doch was passiert bei einer Verlängerung?

04.05.2017 | Robby Erkmann

Investmentbanken haben in einer Umfrage angegeben, dass höhere Rohölpreise in der zweiten Jahreshälfte zu erwarten sind. Brent notiert aktuell bei 50,65 US-Dollar und WTI bei 47,66 US-Dollar. Laut Umfrage rechnen die Investmentbanken mit einem Durchschnittspreis von 60 US-Dollar bei Brent. WTI hingegen soll dann durchschnittlich mit 55 US-Dollar gehandelt werden. Trotz hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb des OPEC-Kartells die Förderkürzungen bis zum Ende der zweiten Jahreshälfte zu verlängern, bleibt die Markteinschätzung der Banken unverändert. Die bullishen US-Ölbestandsdaten, positive Kommentare aus OPEC-Kreisen und eine immer wahrscheinlichere russische Teilnahme an den Förderkürzungen können die Kursverluste bei den Ölpreisen lediglich reduzieren. Der weltweite Ölmarkt ist weiterhin enttäuscht, dass die OPEC länger als erwartet braucht, damit die weltweiten Rohölvorräte sinken, so die Einschätzung von Harry Tchilingurian von der BNP Paribas. Ähnlicher Meinung ist auch Warren Patterson von der ING Bank. Er sieht eine Verlängerung der Produktionskürzungen als bereits eingepreist und rechnet daher nicht mit großen Kursausschlägen nach einer offiziellen Verkündung einer Verlängerung des Abkommens. Falls eine Verlängerung des Abkommens widererwarten nicht eintretet, dürften die Ölpreise drastisch an Wert verlieren, so Patterson weiter. Preise von 40 US-Dollar pro Barrel wären dann durchaus möglich.

Für Heizölkunden ist es wahrscheinlich die zweite erfreuliche Woche in Folge. Nachdem gestern die durchschnittlichen Heizölpreise um über einen Euro gefallen sind, ist der heutige Kurs erneut gefallen. Für 100 Liter Heizöl muss heute im Durchschnitt 54,33 Euro bezahlt werden. Mitte April lagen die Preise noch bei ungefähr 60 Euro. Der Heizölpreis könnte sich weiter in Richtung Tief vom November letzten Jahres entwickeln. Unspektakulär bleibt es bei den Rohölpreisen. Diese pendeln fast um den Vortagskurs. Brent notiert derzeit bei 50,65 US-Dollar pro Barrel. WTI notiert aktuell bei 47,66 US-Dollar pro Barrel.

Russland die Schlüsselfigur

Selbst wenn alle OPEC-Staaten einer Verlängerung der Förderkürzungen zustimmen, wird wohl ohne russische Beteiligung kein neues Abkommen beschlossen. Dies stellten zuletzt mehrere Teilnehmerstaaten fest. Nicht unbegründet, so ist Russland doch der weltweit größte Rohölproduzent und kann die Wirkung der Produktionskürzungen stark beeinflussen. Die neuste Meldung, dass Russland seine Förderung um die vereinbarten 300.000 B/T reduziert hat, stimmt die am Abkommen beteiligten Ölstaaten positiv. Scheinbar will Russland kurz vor den endgültigen Verhandlungen keinen Anlass für Konflikte bieten. Auch der Iran hat angekündigt, seine aktuelle Produktionsmenge einzufrieren, damit ein neues Abkommen zustande kommt.

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