Gerüchte um neue OPEC-Kürzungen

Der aktuelle Beschluss der OPEC zeigt an den Ölmärkten preistechnisch bisher keine Wirkung. Eventuell ist die OPEC nun bereit die Kürzungen anzupassen.

10.07.2017 | Robby Erkmann

Russland sei nun bereit eine Veränderung der Produktionskürzungen vorzunehmen. Allerdings ist Russland nicht beriet, selbst mehr Rohöl vom Markt zu nehmen, vielmehr geht es dabei um Nigeria und Libyen. Deren Ölförderung soll nun ebenfalls begrenzt werden, doch der Markt reagierte darauf mit fallenden Preisen. Grund ist, dass die OPEC dem Staat Nigeria eine Förderung 1,8 Mio. B/T zugesichert hat. Doch Nigeria fördert aktuell nur 1,6 Mio. B/T Rohöl. Gleiches gilt für Libyen. Derzeit fördert Libyen 1,0 Mio. B/T und will die Kapazitäten auf 1,3 Mio. B/T ausbauen. Dass beide Staaten nun dem Produktionsdeal unterworfen werden und die Förderung reduzieren müssen gilt als unwahrscheinlich. Damit kommt einmal mehr die Verzweiflung der OPEC zum Vorschein, nach möglichen Lösungen zu suchen und den Markt durch verbale Äußerungen zu beruhigen.

Die positiven US-Ölbestandsdaten von API und DOE wurden letzte Woche nicht umsonst vom Markt ignoriert. Zwar hatte man lange auf solche Meldungen gehofft, doch die aktuellen Neuigkeiten aus dem Kreis der OPEC überschattete die Berichte. Demnach soll die Ölförderung der OPEC im Juni um 260.000 B/T gestiegen sein und liegt gleichzeitig 800.000 B/T über dem Niveau, was durch das Förderabkommen eigentlich beschlossen wurde. Die ClipperData bescheinigt der OPEC Exportmengen, die 2,0 Mio. über den Juni Werten aus 2016 liegen. Dies ist sehr verwunderlich, da es im Juni letzten Jahres noch keinen OPEC-Deal gab.

US-Bohranlagen steigen wieder

Baker Hughes meldete für die abgelaufene Woche 7 neue Bohranlagen. Damit ist der Rückgang um 2 Bohranlagen in der Woche zuvor relativiert. Die Vermutungen, dass dies ein Ausreißer war aufgrund des Tropensturms Cindy im Golf von Mexiko erhärtet sich dadurch. Daher werden auch die daraus resultierenden bullishen Signale, die den Ölpreisen Aufschub gaben, eliminiert. Die US-Ölindustrie bleibt damit auf Wachstumskurs und belastet mittelfristig die Rohölpreise zugunsten der Verbraucher. Die Tatsache, dass die OPEC keine Ausstiegspläne für ein Ende des Produktionsabkommen hat, belastet die Preise ebenfalls mittelfristig. Mit dem Ende des OPEC-Abkommens im März 2018 könnte das Angebot an Rohöl in kurzer Zeit enorm zunehmen und einen herben Preissturz auslösen.

Einen Preisrutsch gibt auch bei den Heizölpreisen. Am Freitag letzter Woche lag der durchschnittliche Heizölpreis noch bei 52,82 Euro pro 100 Liter. Mit Beginn dieser Woche notiert der deutschlandweite Durchschnittspreis bei 51,59 Euro pro 100 Liter. Die Rohölnotierungen stehen heute Morgen unter ihren Eröffnungskursen. Ein Barrel WTI wird aktuell für 44,27 US-Dollar gehandelt. Die Nordseesorte Brent kostet aktuell 46,74 US-Dollar pro Barrel.

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