Gewinnmitnahmen an den Börsen

Die gestrigen Ölpreise sind ordentlich gefallen. WTI konnte die 50 US-Dollar Marke nicht halten. Zudem enttäuschten am gestrigen Abend die API-Zahlen.

02.08.2017 | Robby Erkmann

Am Montagmorgen war die Charttechnik neutral einzustufen, doch die Notierungen an ICE und NYMEX blieben in der ersten Tageshälfte zwischen erster Unterstützung und erstem Widerstand. Die Ölfutures rutschten ab, nachdem sie nach mehrmaligen Versuchen nicht den ersten Widerstand überspringen konnten. Dadurch wurden Gewinnmitnahmen der Trader ausgelöst, die in den vergangenen Tagen auf steigende Preise gewettet haben. Die Abwärtsbewegung setzte sich in den Nachmittag fort, sodass WTI die 50 US-Dollar Marke aufgeben musste. Als am Abend dann die API-Zahlen enttäuschten, folgten weitere Verkäufe an den Börsen.

Die API-Daten enttäuschten insofern, als dass die Experten mit einem erneuten Abbau bei den Rohölbeständen von 3,1 Mio. B/T gerechnet hatten. Die Zahlen ergaben jedoch einen Aufbau von 1,8 Mio. B/T. Die Bestände in Cushing, einen der Hauptumschlagsplätze für Rohöl an der US-Golfküste stiegen um 2,6 Mio. B/T und trüben das API-Zahlen zusätzlich ein. Die Nachfrage nach Ölprodukten scheint weiterhin hoch zu sein. Die Bestände bei Destillaten nahmen um 1,2 Mio. B/T ab und die Benzinbestände sanken um 4,8 Mio. B/T. Hier war seitens der Experten ein geringerer Abbau erwarten worden. Die API-Zahlen sind damit neutral zu bewerten. Nun wird auf die DOE-Zahlen am Nachmittag gewartet.

BP löst Probleme und bleibt pessimistisch

BP sieht den Ölmarkt weiterhin in einem schwierigen Marktumfeld, so Bob Dudley bei der Vorstellung der Quartalszahlen. Ein Rohölpreis von 50 US-Dollar sei weiterhin der Bereich mit dem man zurechtkommen muss. Deshalb hat der Konzern letztes Jahr Einsparungen von 7 Mrd. US-Dollar vorgenommen. Damit liegt der Break-Even-Preis, ab dem BP wirtschaftlich erfolgreich arbeiten kann aktuell bei 47 US-Dollar. Vor den Einsparungen lag dieser Wert bei über 60 US-Dollar pro Barrel. Für das kommende Jahr sei ein Break-Even-Preis von 35-40 US-Dollar in Planung, sodass wahrscheinlich noch weitere Sparmaßnahmen umgesetzt werden. BP schätzt den Rohölpreis in den nächsten 5 Jahren in einer Spanne von 45-55 US-Dollar pro Barrel. Nach den saisonal höheren Rohölpreisen, werden die Preise im vierten Quartal wieder nachgeben, so die kurzfristige Prognose von BP. Eine sehr ähnliche langfristige Erwartungshaltung hat auch der Konzern Shell. Der Vorstandsvorsitzende erläutert, dass man die Betriebskosten gesenkt habe und sich damit für Rohölpreise von 40-50 US-Dollar vorbereitet hat.

Der Anstieg des durchschnittlichen Heizölpreises legt heute eine Pause ein und macht eine kleine Abwärtsbewegung. Der Heizölpreis liegt damit heute bei 55,03 Euro für 100 Liter. Die Rohölpreise für Brent und WTI haben im gestrigen Tagesverlauf stark eingebüßt. Die Notierungen sind um fast 1,50 US-Dollar pro Barrel zurückgegangen. WTI notiert heute Morgen bei 48,82 US-Dollar pro Barrel. Ein Barrel Brent kostet heute früh 51,48 US-Dollar.

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