Hohe Ölnachfrage stützt die Preise

Vorläufige Zahlen zur Ölförderung der OPEC, deuten auf eine neue Höchstmarke für Juli hin und für die Exporte ist sogar ein neuer Rekord möglich.

08.08.2017 | Robby Erkmann

Für Marktteilnehmer sind die Schätzungen sehr überraschend, wo doch das eigentliche Ziel der OPEC ist die Förderung und Exporte zu reduzieren. Dass die Rohölpreise nicht noch weiter absacken ist vor allem dem positiven Nachfragetrend zu verdanken. Goldman Sachs berichtet, dass die Nachfrage im zweiten Quartal ungefähr 1,81 Mio. B/T über dem Vorjahresniveau lag. Die Schätzungen gingen bisher nur von 1,3 bis 1,5 Mio. B/T aus. Demnach sorgte die hohe Nachfrage nach Ölprodukten für eine Abnahme der Ölbestände in den USA für 21 Mio. Barrel. Diese Tatsache lässt die Ölpreise nicht weiter fallen, weshalb die Preise im Bereich von 50 US-Dollar für WTI bleiben. Doch um die 50 US-Dollar Marke langfristig zu überspringen liegen aktuell noch zu viele Unwägbarkeiten im Markt. Zumal die Investitionen der US-Industrie mit höheren Preisen wieder zunehmen und so automatisch den Preisdruck auf die Rohölnotierungen erhöhen. Händler warten jetzt erstmal auf die Monatsberichte der EIA, IEA und OPEC um weitere Anhaltspunkte für eine Trendentwicklung zu erhalten.

Die Rohölnotierungen sind heute Früh etwas fester. WTI liegt mit 49,65 US-Dollar pro Barrel naher der 50 US-Dollar Marke. Brent befindet sich weiterhin oberhalb der 50 US-Dollar Marke bei aktuell 52,60 US-Dollar pro Barrel. Der heutige Heizölpreis liegt mit Durchschnitt bei 53,93 Euro pro 100 Liter genau 5 Cent unter dem gestrigen Durchschnittspreis.

Ölproduktion am Sharara-Ölfeld gestoppt

Gestern und heute finden Gespräche des technischen Komitees der OPEC statt. Dieses Komitee ist für die Überwachung der Einhaltung der Förderkürzungen zuständig. Während des Treffens will man erörtern, welche Maßnahmen beschlossen werden können, damit die Quoten strikter eingehalten werden. Gleichzeitig gibt es eine Meldung von neuen Spannungen in Libyen, weshalb die Rohölförderung am größten libyschen Ölfeld unterbrochen werden musste. Diese Meldung könnte dafür sorgen, dass Libyen weiterhin von Förderkürzungen ausgeschlossen bleibt. Der Grund Libyen nicht mit einer Quote zu belegen, lag zu Beginn der Förderkürzungen darin, dass das Land durch instabile innenpolitische Konflikte nur sehr wenig Rohöl fördern konnte. In den letzten Monaten gab es aus Libyen meist nur gute Nachrichten, sodass die Ölproduktion auf über 1,0 Mio. B/T angestiegen ist. Die libyschen Rohölexporte lagen im Juli bei 865.000 B/T auf den höchsten Stand seit Juli 2014, so die Nachrichtenagentur Bloomberg. Am Sharara-Ölfeld war vor dem Produktionsstopp etwa 275.000 B/T gefördert worden, doch Demonstranten verhindern am Exporthafen Zawiya das Verschiffen von Rohöl, sodass auch das Sahara-Ölfeld direkt betroffen ist.

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