Kann das Preisniveau gehalten werden

Die Nachrichtenlage ist zu Wochenbeginn für die Händler relativ ruhig. Die positiven Nachrichten von letzter Woche stützen weiterhin die Rohölpreise.

31.07.2017 | Robby Erkmann

Bisher bleiben die Rohölpreise stabil. Baker Hughes meldete für die letzte Woche einen Anstieg der US-Ölbohranlagen um 2 Anlagen auf nun 766. Das stellt ein neues Jahreshoch dar, doch Marktteilnehmer sehen diesen Wert recht gelassen. Das liegt daran, dass sich das Wachstum neuer Ölbohranlagen stark verlangsamt hat. In der ersten Jahreshälfte stieg die Anzahl neuer aktiver Ölbohranlagen pro Monat deutlich stärker als 10 Stück. Im Juli lag der Anstieg nur noch bei 10 Stück. Experten sehen daher einen Rückgang der Wachstumsgeschwindigkeit und damit auch ein langsameres Wachstum der US-Fördermengen.

Ebenfalls eine stützende Wirkung hat der Brand einer Hochspannungsanlage, der zur Stilllegung der größten Raffinerie Europas in Rotterdam geführt hat. Der Betreiber ist Shell und lass dort pro Tag 400.000 Barrel Rohöl verarbeiten. Vor allem die Futurespreise an ICE und NYMEX wurden durch diese Meldung am heutigen Morgen kräftige nach oben gedrückt. Wie lange die Produktion beeinträchtigt sein wird ist bis jetzt nicht bekannt.

Analysten von Oil Movements melden, dass die Ölexporte der OPEC auf dem Seeweg in den letzten vier Wochen auf 24,14 Mio. B/T gestiegen sind. Daher hofft der Markt nun, dass das OPEC-Meeting Wirkung zeigt und durch strengere Kontrollen die Ausfuhren sinken. Die OPEC würde sonst weiter an Glaubwürdigkeit verlieren. Saudi-Arabien hatte angekündigt die Exporte im August auf 6,6 Mio. B/T zu senken. Deswegen wird wahrscheinlich ein weiterer Anstieg der OPEC-Exporte im August nicht eintreten. Die Rohölpreise bleiben daher anfällig für bearishe Nachrichten, weshalb rasante Kursanstieg, genauso schnell wieder abfallen kann.

Die Rohölpreise bleiben heute Morgen fester und liegen etwa 0,3 Prozent über den Eröffnungskursen. WTI kostet aktuell pro Barrel 49,94 US-Dollar und könnte heute den Sprung über die 50 US-Dollar Marke schaffen. Brent wird aktuell für 52,83 US-Dollar pro Barrel gehandelt. Der deutschlandweite Durchschnittspreis für Heizöl ist wieder gestiegen. Der Heizölpreis liegt nun nahe der 54 Euro pro 100 Liter bei 53,95 Euro. Damit liegt der Durchschnittspreis etwa 3,30 Euro über den Jahrestief vom 23. Juni. Sollten die Rohölnotierungen weiter steigen, werden die Heizölpreise ebenfalls den Weg nach oben beibehalten.

 

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