Neue Hurrikans bereiten Sorge

Der Hurrikan Jose mit der Kategorie 1 bleibt aktuelle noch aktiv, doch der Hurrikan Maria kann die nächsten Tage erneut für große Schäden sorgen.

19.09.2017 | Robby Erkmann

Jose wird laut Wetterprognosen, Richtung Norden auf die US-Ostküste zulaufen. Kurz vor Erreichen des Festlands, soll er nach Osten abdrehen und das US-Festland verschonen. Doch mit absoluter Sicherheit kann dieser Verlauf noch nicht bestätigt werden, sodass durchaus die Möglichkeit besteht, dass Jose das Festland treffen wird. In jedem Fall ist mit schwerem Seegang und Überflutungen zu rechnen. Durch einen eingeschränkten Schiffsverkehr in der Region, beeinflusst der Hurrikan Jose auch die Ölindustrie. Es ist mit Umschlagsproblemen bei Treibstoffen zu rechnen, sodass Händler Sicherheitskäufe tätigen, die die Preise für Produkte tendenziell stützen werden.

Viel härter wird es laut aktuellen Prognosen, die teilweise noch sehr stark zerstörten Karibikinseln treffen. Maria ist der nächste Hurrikan, der als erstes die Antillen getroffen hat. Die Intensität wird in den nächsten Tagen von der Kategorie 1 auf die Kategorie 3 hochgestuft. Dabei wird Hurrikan Maria einen sehr ähnlichen Verlauf haben, wie Hurrikan Irma. Die Konsequenz ist, dass die ohnehin zerstörten und getroffenen Ländern und Inseln, abermals in Mitleidenschaft gezogen werden. Für die US-Ostküste besteht diese Woche noch keine Gefahr, da Maria am späten Freitag auf Haiti treffen wird. Ob der Hurrikan, dann auf Florida zuläuft, können die Prognosen nicht voraussehen. Es ist möglich, dass Maria auf den Atlantik hinaus abdreht. Händler und Analysten werden in Anbetracht der möglichen Auswirkungen auf die Ölpreisbildung den Sturm genau beobachten.

Widerstand bremst Preisrallye

Die Ölfutures an ICE und NYMEX wurden am Montag vom stabilen technischen Widerstand bei 56,00 US-Dollar für Brent aufgehalten. Daher nahmen die Händler Kursgewinne mit und setzten die Preise weiter unter Druck. Fundamental stützende Nachrichten sorgten dafür, dass die Ölfutures keine zu großen Verluste einbüßen mussten.

Hier ist einmal eine höhere Preiserwartung zu nennen, infolge der Hurrikans Jose und Maria, die derzeit noch sehr aktiv sind und die Meldung von Baker Hughes. Die zweite Woche in Folge meldet Baker Hughes eine sinkende Anzahl von aktiven Ölbohranlagen. Diesmal sollen 7 Anlagen weniger aktiv sein und damit insgesamt noch 749 Anlagen. Wahrscheinlich ist der momentane Rückgang, weiterhin eine Folge von Hurrikan Harvey, der viele Raffinerien in Texas stillgelegt hatte. Daher liegt es nahe, dass die Erschließung neuer Ölbohranlagen vorerst zweitrangig ist und die Wiederinbetriebnahme der Raffinieren Vorrang hat. Andererseits stützte IEA-Direktor Neil Atkinson die Ölpreise mit einem Kommentar auf einer Konferenz in Manama. Er ist der Ansicht, dass aktuell zu wenig Geld in neue Ölförderprojekte investiert wird. Deswegen erhöhe sich das Risiko, einer deutlichen Verknappung des Ölangebots in den nächsten fünf Jahren.

Die aktuellen Rohölpreise bleiben heute Morgen fast unverändert. WTI notiert bei 49,99 US-Dollar pro Barrel auf hohem Niveau. Brent steht weiterhin knapp unter der 56 US-Dollar Marke bei 55,51 US-Dollar pro Barrel. Der deutschlandweite Durchschnittspreis für Heizöl beträgt am heutigen Tage 57,15 Euro pro 100 Liter. Mit einen neuerlichen Rückgang Richtung 50 Euro darf aktuell nicht gerechnet werden. Dagegen sind Preissteigerungen nach oben durchaus möglich.

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