Nigeria unterbricht Ölexporte

Shell hat für die Lieferungen der Rohölsorte Bonny Light ein Force Majeure ausgerufen. Das letzte Force Majeure war erst im Juni aufgehoben worden.

17.07.2017 | Robby Erkmann

Der Force Majeure Status wurde ausgerufen, weil der Transport der nigerianischen Rohölsorte Bonny Light unterbrochen worden ist. Wieso die Nembe Creek Trunk Pipeline den Weitertransport gestoppt hat ist bisher nicht bekannt. In Nigeria verüben Milizen immer wieder Anschläge gegen die dortige Ölindustrie und Ölinfrastruktur, weshalb die Spekulationen für diesen Ausfall in diese Richtung gehen. Die Trans Niger Pipeline nahm den Betrieb, nachdem sie beschädigt wurde erst im Juni wieder auf, sodass infolgedessen der letzte Force Majeure Status aufgehoben wurde. Es schien so, als ob sich die Lage in Nigeria etwas beruhigt hätte. Denn die Rohölförderung in Nigeria lag zuletzt bei etwa 1,7 Mio. B/T, auf hohem Niveau.  Die andauernden Konflikte und die stark gebeutelte Ölindustrie, waren der Grund, weshalb Nigeria nicht dem Förderabkommen der OPEC unterworfen wurde. Wie nachhaltig die Ölindustrie nun geschwächt wird bleibt abzuwarten. Vor kurzem berichtete der Ölminister Nigerias noch, dass die Rohölförderung bis auf 1,8 Mio. B/T wachsen könnte. Die aktuelle Meldung stützt daher die Preise, da besonders Nigeria und Libyen mit ihrer wiedererstarkten Ölförderung die OPEC-Kürzungen ausgleichen.

Aktuelle Marktlage

Baker Hughes meldete für die vergangene Woche zwei neue aktive Ölbohranlagen. Im Durchschnitt stiegen die Ölbohranlagen in den letzten Wochen um fünf Stück. Dies ist ein sehr geringer Wert, und deutet ein schwächeres Wachstum der aktiven Ölbohranlagen an. Eine Umfrage ergab, dass US Gas-und Ölfirmen für nächstes Jahr mit einer sinkenden Bohraktivität rechnen, da die meisten Firmen einen Preis von 56 US-Dollar pro Barrel benötigen um die Ölförderung signifikant zu steigern. Laut den befragten Firmen, wird in den nächsten sechs Monaten ein Durchschnittspreis von 47 US-Dollar erwartet. Der Ausblick bleibt aber unter Experten uneinheitlich.  CMC Marktes gibt an, dass 65 Prozent der Kunden aktuell auf steigende Ölpreise gesetzt haben.

Die OPEC trifft sich heute auf ihrem Sondermeeting. Überraschenderweise ist bisher nicht bekannt worum es in diesem Treffen geht. Die Marktteilnehmer warten daher gespannt, ob es neue preisstützende Nachrichten oder Ergebnisse von diesem Meeting geben wird. Die Monatsberichte von OPEC und EIA wiesen letzte Woche nochmal drauf hin, dass eine Verknappung der Ölversorgung auch 2018 nicht in Sicht ist. Es drohe bei Beendigung der OPEC-Förderkürzungen sogar eine Überversorgung, da viele OPEC-Staaten ihre Förderung schnell steigern könnten. Zumal die Quotentreue bei dem laufenden Abkommen derzeit auf etwa 78 Prozent gesunken ist, besteht anscheinend Handlungsbedarf.

Die heutigen Rohölpreise bleiben in Wartestellung, was angesichts des OPEC-Sondermeetings nicht verwundert. Erste Nachrichten vom Treffen werden wohl stärke Schwankungen mitbringen. WTI notiert leicht im Minus bei 46,66 US-Dollar pro Barrel. Die Nordseesorte Brent wird für 49,04 US-Dollar pro Barrel gehandelt und ist ebenfalls leicht unter den Eröffnungskursen. Der heutige Heizölpreis liegt im Durchschnitt bei 52,63 Euro pro 100 Liter.

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