OECD-Ölbestände steigen

Das OPEC-Kartell versucht mit den Förderabkommen die weltweiten Bestände zu senken, bleibt aber ohne Erfolg. Doch warum gelingt dies bis jetzt nicht?

18.05.2017 | Robby Erkmann

Die Experten von BMI Research haben herausgefunden, dass die OECD-Bestände im ersten Quartal 2017 um 24,1 Mio. Barrel zugenommen hätten. Derzeit liegen die Ölreserven 306 Mio. Barrel über den 5-Jahresdurchschnitt. Zu Beginn des OPEC-Abkommens war der Leitgedanke des Kartells die weltweiten Reserven unter den 5-Jahresdurchschnitt zu senken. Anscheinend wurde das Ziel klar verfehlt, weshalb es nicht verwundert, dass innerhalb der OPEC ein klarer Konsens besteht, das Abkommen zu verlängern. Dennoch gehen die Meinungen von Experten auseinander, ob eine Ausweitung auf 9 Monate sinnvoller wäre oder eine größere Kürzungsmenge bei gleicher Laufzeit. Aktuell wird seitens der OPEC eine längere Laufzeit nach außen hin kommuniziert.

Egal wie sich die OPEC nächste Woche Donnerstag entscheidet, der Schieferölboom in den USA wird diesen Sommer weiter anhalten. Nicht zuletzt die stark steigende Zahl an Ölbohranlagen spricht dafür. In den letzten acht Monaten stiegen die Ölbohranlagen um 298 Stück oder fast 72 Prozent. Bis eine Ölquelle tatsächlich Rohöl fördert, dauert es in der Regel 6-9 Monate, weshalb der Gipfel der US-Ölförderung noch längst nicht erreicht ist. Hinzu kommt, dass Libyen und Nigeria derzeit so viel Öl wie seit langem nicht mehr fördern. Sollten diese Fördermengen durch örtliche Konflikte nicht gefährdet werden, belastet das den Erfolg der OPEC zusätzlich. Außerdem hat Kanada sein Tief nach Waldbränden und einer verringerten Rohölförderung überwunden und findet zu alter Stärke zurück. Ob die OPEC diesen Entwicklungen mit einem unerwarteten Schachzug entgegenwirken kann, wird man nach der offiziellen Sitzung wissen, alles andere wäre rein spekulativ.

DOE-Zahlen halten Erwartungen nicht Stand

Die Raffinerieauslastung stieg um satte 1,9 Prozent an und hat mit einer Auslastung von 93,4 Prozent den zweithöchsten Wert diesen Jahres erreicht. Erscheinen diese Zahlen auf den ersten Blick positiv, so erkennt man auf den zweiten Blick den Hacken. Trotz dieser starken Auslastungssteigerung, gingen die Rohölabbauten nur um 1,753 Mio. Barrel zurück, was vergleichsweise gering ist. Die Benzinvorräte verringerten sich um 0,4 Mio. Barrel, obwohl die Raffinerieauslastung deutlich anstieg. Doch reicht dieser Wert nicht aus, um eine bullishe Wirkung zu entfalten. Die Marktbeobachter bleiben bis jetzt zurückhaltend was die nachfragestarken Sommermonate angeht. Die Gesamtnachfrage nach allen Produkten der Ölindustrie ist in der vergangenen Berichtswoche wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 20 Mio. B/T gefallen und liegt nach jetzigen Stand bei 19,5 Mio. B/T. In dieser Berichtswoche sind die Importzahlen ebenfalls klar bearish. Die Importe stiegen um fast 1 Mio. Barrel pro Tag auf 6,8 Mio. Barrel insgesamt. Eigentlich wird erwartet, dass die OPEC-Förderkürzungen die Importzahlen verringert. Die Produktionskürzungen haben den US-Markt wohl noch nicht erreicht, was nach den oben geschilderten Tatsachen eher wenig verwundert.

Der Heizölpreis ist im deutschlandschnitt heute auf 54,96 Euro pro 100 Liter gefallen. Seit Wochenbeginn ist im Schnitt eine Reduzierung von 40 Cent eingetreten. Zum Vergleich, letzte Woche stiegen die Preise im Durchschnitt um zwei Euro. Angesichts wenig neuer Impulse sind die Ölpreise zu den gestrigen Schlusskursen heute Morgen unverändert. WTI wird für 48,96 US-Dollar pro Barrel gehandelt und Brent wird für 52,09 US-Dollar pro Barrel gehandelt.

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