Öl-Preise ohne klare Richtung

US-Rohölbestand nimmt stärker ab als vermutet. Die 50 Dollar-Marke für WTI konnte gestern nach unten nicht durchbrochen werden.

05.04.2017 | Robby Erkmann

Der Rohstoffanalyst Giovanni Staunovo und sein Team von der UBS sind sich einig, dass der Brent-Preis die 60 Dollar-Marke pro Barrel in den nächsten drei Monaten überschreiten kann. Die Verlängerung des OPEC-Abkommens sieht Giovanni Staunovo nicht in Gefahr, auch wenn die Verhandlungen aktuell nur stockend fortgeführt werden. Die Wirksamkeit des Abkommens zweifelt die UBS ebenfalls nicht an. Dort ist man der Meinung, dass der Verknappungsprozess im Gange sei und in Zukunft einen bemerkbaren Rückgang der Ölbestände der OPEC-Länder verursachen wird.

Der Heizölpreis liegt heute, fast gleichauf zum gestrigen Tag bei 57,99 Euro pro 100 Liter. Mit 51,18 US-Dollar pro Barrel startet das amerikanische WTI ebenfalls leicht erhöht zum Vortag. Gleiches gilt für die Nordseesorte Brent, hier startet der Handel mit 54,22 US-Dollar pro Barrel.

Welche Ölpreise bringt die Sommerrallye?

Am Dienstagmorgen war die fundamentale Grundausrichtung an den Ölbörsen neutral. Trotz des 4-Wochenhochs der Ölpreise an der ICE und NYMEX, sehen Trader und Analysten kurzfristig keine neuen Indikatoren für eine klare Richtung, da die Nachrichtenlage sehr ruhig blieb.

Die API-Zahlen zu den US-Ölbeständen ergaben einen Rohölabbau von -1,8 Mio. Barrel. Erwartet worden war ein Rückgang um -0,2 Mio. Barrel. Gleiches gilt für die Destillate, die um -2,0 Mio. Barrel sanken. Benzin wurde um -2,6 Mio. Barrel abgebaut und übertraf ebenfalls die Erwartungen.

Die im ersten Quartal durchgeführten saisonalen Wartungsarbeiten der Raffineriebetreiber sind fast abgeschlossen. Daher wird die Raffinerieauslastung allmählich steigen, damit die gewohnte starke Sommernachfrage bedient werden kann. Die Produktbestände werden mit dem steigenden Verarbeitungsvolumen zusätzlich belastet, wie es für das Ende der nachfragearmen Jahreszeit üblich ist. Die jetzt veröffentlichten API-Zahlen sind somit ein erstes Signal für steigende Ölpreise im Sommer. Die Daten der DOE mit Informationen zu Importen, Nachfrage und Ölförderung heute Nachmittag geben weitere Indizien für die anstehende Sommersaison. Bis zum Ende des Sommers wird mit einem Nachfrageschub von ca. 1,7 Mio. B/T im Vergleich zum ersten Quartal gerechnet. Sollte die OPEC die Förderkürzungen über die erste Jahreshälfte hinaus verlängern, wird dies ein zusätzlicher Faktor für einen steigenden Ölpreis sein.

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