Öl-Preisprognosen werden gesenkt

Eine Umfrage von Reuters unter Experten aus dem Ölsektor ergab kein erfreuliches Bild für die OPEC. Die neusten Spannungen mit Katar tun selbiges hinzu.

06.06.2017 | Robby Erkmann

Die von Reuters befragten 34 Analysten und Ökonomen haben den erwarteten Durchschnittspreis von Brent für dieses Jahr von 57,04 auf 55,57 US-Dollar gesenkt. Eine andere Umfrage unter Investmentbänkern ergab ebenfalls einen Preisrückgang. Im Vergleich zum Vormonat prognostizieren diese den Durchschnittspreis für Brent einen US-Dollar niedriger auf nun 56 US-Dollar. Die Preiserwartung für WTI wurde ebenfalls um einen US-Dollar herabgesetzt auf einen Durchschnittspreis von 54 US-Dollar. Die Prognosen für die nächsten Jahre wurden dementsprechend auch angepasst. Im Jahr 2018 wird der Brentkurs bei Durchschnittlich 59 US-Dollar erwartet. Zuvor lagen die Einschätzungen noch bei 64 US-Dollar. Für das Jahr 2019 wurde das Preisniveau um acht US-Dollar gesenkt und liegt nun bei 60 US-Dollar.

Grund für die Preisanpassungen ist weiterhin die Enttäuschung über den letzten OPEC-Beschluss, der lediglich die Kürzungen zeitlich verlängerte, anstatt zusätzlich Kapazitäten vom Markt zu nehmen. Doch auch die rasant wachsende US-Ölproduktion setzt die weltweiten Ölpreise stark unter Druck. Baker Hughes meldete für die vergangene Berichtswoche 11 neue Ölbohranlagen und insgesamt 733 aktive Ölbohranlagen. Somit stieg die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen bisher 20 wochenlang ununterbrochen. Einen weiteren Grund für den aktuellen Preisverfall erklärt der Analyst Hamza Khan von der ING Bank. Er bemängelt, dass die OPEC keine Strategie für einen geordneten Austritt aus den Produktionskürzungen hat. Daher befürchtete er, dass mit Beendigung der Produktionskürzungen der Markt mit Rohöl geflutet wird. Außerdem erhöhen die neuerlichen Spannungen zwischen Katar und einigen anderen Golfstaaten die Befürchtungen, dass die ausgehandelten Produktionskürzungen weniger stark eingehalten werden. Sollte sich Katar von der OPEC abkehren, könnte dies eine Symbolwirkungen für andere Staaten haben und den Zusammenhalt, sowie die Quotentreue negativ beeinflussen.

Die aktuellen Turbulenzen schlagen sich auch auf die Heizölpreise nieder. Ende letzter Woche lag der deutschlandweite Durchschnittspreis für Heizöl bei 53,88 Euro pro 100 Liter. Die durchschnittlichen Heizölpreise betragen heute Morgen 52,96 Euro pro 100 Liter. Das Tief aus der ersten Mai Woche bei 53,30 Euro wurde damit durchbrochen. Daher rückt das nächste Tief über 51,07 Euro von Mitte November in Reichweite. Die Rohölpreise sind heute Morgen unverändert. Aktuell liegt WTI bei 47,39 US-Dollar pro Barrel weiterhin auf niedrigen Niveau. Der Kurs für Brent beträgt heute Morgen 49,46 US-Dollar pro Barrel und ist gleichauf zum Vortag. Die Ölkurse bleiben damit weiterhin auf niedrigen Niveau in einem anfälligen Marktumfeld.

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