Ölpreis bleibt schwankungsanfällig

Ungewissheit ob und wie die weiteren OPEC-Kürzungen ausfallen, sorgen für Nervosität. Selbst Marktteilnehmer zweifeln aktuell an festen Ölpreisen.

24.04.2017 | Robby Erkmann

Derzeit gibt es drei Optionen wie eine Verlängerung der Förderkürzungen ausfallen könnte. Die Optionen beginnen mit keinem neuen Deal und gehen neuerdings über ein verkürztes 3-Monatsabkommen. Nach wie vor steht auch das 6-monatige Abkommen zur Debatte. Sollte die OPEC keinen neuen Förderdeal aushandeln, wäre das angesichts vergangener Kommentare seitens der OPEC-Vertreter ein riesen Debakel.

Für noch mehr Schwankungsanfälligkeit sorgen die ständigen Zweifel, ob eine dauerhafte Verknappung der Rohölmengen am weltweiten Ölmarkt durch die Förderkürzungen des OPEC-Kartell gelingen kann. Überraschend ist, dass die Verschiffung von Rohöl im April verglichen mit den Dezemberwerten um 5,8 Prozent zugenommen hat. Produktionsveränderung entfalten ihre Wirkung am Ölmarkt aufgrund der langen Transportwege zeitlich verzögert. Experten sind sich aber einig, dass diese Wirkung längst eintreffen sollte.

Für weiteren Unmut sorgt die unterschätzte US-Ölproduktion. Verlängerte Förderkürzungen schaden den teilnehmenden Staaten. Die US-Ölindustrie dürfte mit dann stabileren Preisen noch schneller wachsen und der OPEC Marktanteile wegnehmen. Scheinbar hat kaum ein Experte damit gerechnet, dass die US-Ölindustrie die Niedrigpreisphase an den Ölmärkten so gut übersteht, dass sogar die Fördermengen stetig ausgebaut werden können. Dieser Meinung ist auch der Experte Bjarne Schieldrop von der SEB Bank. Er sieht die starke US-Ölproduktion als einer der Gründe, weshalb trotz OPEC-Abkommen die Bestände nicht auf das 5 Jahresniveau gesenkt werden konnten.

WTI fiel unter 50-Dollar-Marke

An den Ölbörsen herrschte am Freitag eine neutrale Ausgangslage. Daher bewegten sich die Futures an ICE und NYMEX in der erwarteten Handelsspanne. Das Komitee zur Überwachung der Einhaltungsquoten innerhalb der OPEC kam am Freitagnachmittag zusammen. Fundamental gab es keine positiven Impulse, sodass die Kurse einbrachen. Im Verlauf fiel das WTI unter die psychologisch wichtige Marke von 50 US-Dollar. Dies führte zu weiteren Verkäufen, die automatisch ausgelöst wurden. Selbst die dann vermeldete Empfehlung, die Produktionskürzungen zu verlängern entfaltete keine Wirkung für eine Gegenbewegung. Scheinbar ist der Ölmarkt mittlerweile abgestumpft, was Nachrichten aus den Kreisen der OPEC betrifft. Die letzten Monate haben gezeigt, dass OPEC-Vertreter ihre offiziellen Aussagen oft widerrufen oder ändern und es somit kaum verlässliche Aussagen gibt. Daher schloss der Handel am Freitag mit starken Verlusten.

Der durchschnittliche Heizölpreis lag am Freitag bei 57,80 Euro pro 100 Liter. Heizölkunden dürfen sich auch am Montag freuen. Der Preis ist erneut gefallen. Aktuell liegt der Kurs bei 57,59 Euro für 100 Liter. Der Preis für WTI kämpft weiterhin mit der 50 US-Dollar-Marke und liegt aktuell leicht im Plus bei 49,86 US-Dollar pro Barrel. Die Nordseesorte Brent kostet heute ebenfalls etwas mehr und wird aktuell für 52,24 US-Dollar pro Barrel gehandelt.

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