Ölpreis dauerhaft bei 60 US-Dollar?

Laut den OPEC-Staaten, soll dieses Preisniveau verhindern, dass die US-Ölproduktion weiterhin so stark wächst, wie es derzeit der Fall ist.

18.04.2017 | Robby Erkmann

Der Irak hat einen Preisanstieg auf 60 US-Dollar für ein Barrel Rohöl als Zielmarke erklärt. Der irakische Ölminister Jabbar al-Luaibi erklärte in einem Interview, dass dies von Seiten der OPEC-Staaten von Interesse ist. Kuwait und Saudi-Arabien vertreten die gleiche Ansicht innerhalb der OPEC-Staaten wie der Irak. Ein gutes Wirtschaftswachstum und genügend Investitionsspielraum für die Ölindustrie ermöglicht das Preisniveau von 60 US-Dollar. Gleichzeitig erklärte der saudische Ölminister Khalid al-Falih, dass weiterhin die OPEC sowie alle Beteiligten außerhalb der OPEC mit Hochdruck an einem Marktgleichgewicht arbeiten werden. Erneut lobte er die sehr gute Quotentreue, obwohl einige Länder weniger dazu beitragen würden als andere Länder. Er versicherte, dass Saudi-Arabien bei der Produktionspolitik langfristig denkt und nicht nur die derzeitige Lage berücksichtigt.

In der vergangenen Berichtswoche ist die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen in den USA um 11 auf insgesamt 683 gestiegen. Baker Hughes verzeichnet den 13. Anstieg in Folge und das höchste Niveau seit ungefähr zwei Jahren. Hierbei handelt es sich um neue angebohrte Ölquellen, worauf dann Förderanlagen erbaut werden. Die Fertigstellung dauert einige Monate, sodass die US-Ölproduktion ebenfalls erst einige Monate später davon profitiert. Die US-Ölproduktion im Bereich der Schieferölförderung soll im Mai sogar um 124.000 B/T wachsen, wie aus dem Bericht der EIA zu entnehmen ist. Die Zunahme durch die konventionelle Öl-Förderung ist nicht mit eingerechnet.

Ölnachfrage wächst langsamer

Die IEA korrigiert ihre Prognosen zum weltweiten Ölbedarf. Grund dafür ist eine schwächere Nachfrage in den OECD-Ländern und ein langsameres Wirtschaftswachstum in Indien und Russland. Außerdem korrigiert die IEA die Ölproduktion der Nicht-OPEC-Länder deutlich nach oben. Trotz der geringeren Ölnachfrage erwartet die IEA einen Abbau der weltweiten Ölbestände, sofern das OPEC-Kartell die Förderkürzungen verlängert. Die dadurch stabileren Preise am Ölmarkt, begünstigt die kostenintensivere Rohölförderung der amerikanischen Schieferölindustrie und anderer Produzenten. Die Ölbörsen blieben letzte Woche ohne eine eindeutige Richtung, weil weder der OPEC-Bericht, noch der DOE-Bericht oder IEA-Bericht klare und einheitliche Impulse geliefert hat.

Der Heizölpreis kann die 60 Euro Marke nicht halten und fällt heute im Durchschnitt zurück auf 59,86 Euro pro 100 Liter. Der Preis für ein Barrel WTI wird heute fast unverändert zum vorherigen Handelstag mit 52,66 US-Dollar gehandelt. Gleiches gilt für die Nordseesorte Brent, hier werden aktuell 55,40 US-Dollar pro Barrel verlangt.

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