Ölpreis unter 40 US-Dollar möglich

Dieser Preis wäre für alle Produzenten ein Schock, zumal das OPEC-Kartell bis jetzt keine Stabilisierung der Ölpreise einleiten konnte.

27.04.2017 | Robby Erkmann

Darüber hinaus gehen Experten davon aus, dass die OPEC den Ölmarkt auch bis zur Jahresmitte nicht in ein Gleichgewicht bringen kann. Lediglich eine Bodenbildung ist bei den Rohölpreisen zu erkennen. Um einen weiteren Preisrutsch zu vermeiden, sei es zwingend notwendig die Förderkürzungen über die erste Jahreshälfte zu verlängern. Geschieht dies nicht, kann der Ölpreis unter 40 US-Dollar rutschen, so der Analyst Christof Ruehl von der Abu Dhabi Investment Authority. Mit dieser Ansicht steht er nicht allein dar. Edward Bell von der Emirates NBD Bank und Eugen Weinberg von der Commerzbank sehen bei einer Nichtverlängerung der Förderkürzungen, ebenfalls eine Korrektur unter die 40 US-Dollar-Marke für wahrscheinlich.

Angesichts dieser potentiellen Gefahr, sollte man meinen, dass die OPEC eine klare Marschrichtung vorgibt. Doch auch weniger als einen Monat vor der Entscheidung am 21. Mai, herrscht weiterhin Unklarheit, ob ein Deal tatsächlich zustande kommt. Russland, der weltweit größte Ölproduzent hat bisher keine Zusage für eine Teilnahme gegeben. Die russische Ausweichtaktik kann dazu führen, dass bei einer Nicht-Teilnahme, kurzfristig andere Staaten ebenfalls abspringen. Der saudische Ölminister al-Falih will den russischen Energieminister Alexander Nowak innerhalb der nächsten zwei Wochen persönlich von einer Verlängerung der Förderkürzungen überzeugen.

Trotz der Unsicherheiten haben Heizölkunden weiterhin Grund zur Freude. Der Heizölpreis ist erneut gefallen. Heute liegt der deutschlandweite Durchschnittspreis bei 56,01 Euro pro 100 Liter Heizöl. Seit dem kurzfristigen Hoch von über 60 Euro am 13. April, ist der Preis um über vier Euro gefallen. Der Rohölpreis für WTI ist am heutigen Morgen wieder leicht erhöht bei 49,37 US-Dollar pro Barrel. Die Marke von über 50 US-Dollar konnte, angesichts der US-Bestandszahlen nicht erreicht werden. Der Rohölpreis für Brent liegt ebenfalls etwas über den heutigen Einstiegskurs bei 51,62 US-Dollar pro Barrel.

DOE-Zahlen ohne Impulse

Durch das Ende der saisonalen Wartungsarbeiten haben die US-Raffinerien ihre Auslastung stark gesteigert. Die US-Raffinerien haben mit 17,3 Mio. B/T so viel Rohöl verarbeitet, wie noch nie zuvor. Die Auslastung ist mit 94,1 Prozent seit April 2001 nicht mehr so hoch gewesen. Laut DOE-Bericht wurden 3,6 Mio. Barrel Rohöl abgebaut, angesichts der starken Rohölverarbeitung der Raffinerien, ist dieser Rückgang eher schwach. Auf Grund der hohen Verarbeitungsmenge stiegen die Bestände bei den Destillaten um 2,7 Mio. Barrel und bei Benzin um 3,4 Mio. Barrel. Die US-Rohölförderung konnte um weitere 13.000 B/T gesteigert werden und stützt die gute Versorgungslage in den USA. Der Bericht hat keine eindeutige bullishe oder bearishe Aussagekraft, weshalb eindeutige Marktreaktionen bis jetzt ausgeblieben sind.

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