Ölpreise weiter auf Talfahrt

Die DOE-Zahlen sind klar preisstützend, dennoch finden die Ölpreise keinen Boden und sinken weiter ab. Die nächsten Wochen werden wohl turbulent bleiben.

02.06.2017 | Robby Erkmann

Die DOE-Zahlen sind klar preisstützend, dennoch finden die Ölpreise keinen Boden und schwanken sehr stark. Die nächsten Wochen werden turbulent bleiben.

Ein weiterer Anstieg der Raffinerieauslastung wurde durch die DOE-Zahlen deutlich. Damit befindet sich die Menge an verarbeiteten Rohöl auf einen der höchsten Werte in den letzten zehn Jahren. Die Anlagen verarbeiteten 17,7 Mio. Barrel Rohöl am Tag. Trotz der steigenden Raffinerieauslastung sinken die Rohölimporte in die USA. Im Vergleich zum Jahresanfang, wird aktuell 11 Prozent weniger Rohöl in die USA importiert, sodass die Importmenge von 8 Mio. Barrel pro Tag unterschritten wird. Die DOE veröffentlichte eine Abnahme der Rohölbestände um 6,4 Mio. Barrel. Auch dieser Wert übertrifft die Erwartungen klar, doch hätten einige Experten, durch die hohe Raffinerieverarbeitung einen höheren Abbau erwartet. Ebenfalls sanken die Benzinbestände und verzeichneten einen Abbau von 2,9 Mio. B/T. Der Benzinverbrauch laut DOE, lag seit Beginn der Aufzeichnungen 1991 noch nie so hoch wie aktuell. DOE-Zahlen sind in ihrer Aussagekraft bullish.

Gleichzeitig stieg die US-Rohölförderung um weitere 22.000 B/T an. Die gesamte Fördermenge liegt nun bei 9,34 Mio. B/T und hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt um 607.000 Barrel pro Tag erhöht. Damit kann die eigene Rohölförderung einen Teil der geringeren Importe ausgleichen. Gleichzeitig, hat die US-Ölindustrie noch enorme Wachstumspotentiale, da die Bohranlagen seit Monaten kontinuierlich steigen. Die Marktteilnehmer sind weiter sehr kritisch, weshalb der Ölpreis nicht in Fahrt kommt und stark unter Druck bleibt.

Freuen dürfen sich daher die Endkunden für Ölprodukte. Bisher ist kein signifikanter Preisanstieg eingetreten, sodass die Preise im Sommer niedrig bleiben dürften. Lag der WTI-Kurs gestern Morgen noch bei knapp 49 US-Dollar, so ist er heute Morgen über einen US-Dollar günstiger. Im gestrigen Tagesverlauf verlor WTI an Wert und auch heute Morgen steht WTI ein fast ein Prozent im Minus. Damit wird WTI aktuell mit 47,61 US-Dollar pro Barrel gehandelt. Brent durchbrach heute Morgen sogar die 50 US-Dollarmarke. Der Brent-Preis ist heute Morgen ein Prozent im Minus und liegt aktuell bei 49,90 US-Dollar pro Barrel. Die Heizölpreise sinken ebenfalls weiter. Durchschnittlich zahlt man heute Morgen nur noch 53,88 Euro pro 100 Liter. Gestern lag der deutschlandweite Durchschnittspreis noch über 54 Euro pro 100 Liter.

OPEC-Fördermenge steigt

Eigentlich sollten die Fördermengen der OPEC leicht sinken oder auf dem Niveau verharren. Doch aktuell berichtet Reuters, dass das Gegenteil der Fall zu sein. Im Mai ist die Fördermenge des Kartells um 250.000 B/T gestiegen. JBC Energy sieht im Vergleich zu April sogar einen Anstieg von 370.000 B/T im Monat Mai. Immer wieder negativ wirkt sich dabei die Förderausweitung von Libyen und Nigeria aus. Doch genau diese beiden Länder wurden von dem OPEC-Abkommen ausgenommen. Libyen plant bis August einen Ausbau der Fördermengen um knapp 200.000 B/T um dann insgesamt 1,1 Mio. B/T zu fördern. Ob und wie die OPEC reagieren wird, falls die gewünschten Effekte nicht eintreten ist unklar. Sicher ist nur, dass die OPEC mit dem aktuellen Ergebnis und Entwicklungen nicht zufrieden sein kann.

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