Ölverbrauch in Südostasien wächst unaufhaltsam

Scheinbar ohne Wachstumsstopp, wird die Ölnachfrage in Südostasien bis 2040 weiter anwachsen, so der Ausblick der Internationalen Energieagentur (IEA).

25.10.2017 | Robby Erkmann

In Südostasien soll die Ölnachfrage demnach von 4,7 Mio. B/T auf 6,6 Mio. B/T wachsen. Die Prognose reicht aktuell nur bis 2040 und macht keine Angaben über die Entwicklung nach diesem Zeitraum. Als Hauptgrund wird die steigende Anzahl von Fahrzeugen genannt, die um etwa zwei Drittel auf 62 Millionen Stück steigen soll. Aktuell werde 90 Prozent des Energiebedarfes von Fahrzeugen durch Öl befriedigt. Die IEA ist der Meinung, dass der wachsende Ölbedarf nur durch herausragende technische Veränderung gestoppt werden könnte, die die Fortbewegungsmittel ohne Öl auskommen lässt. Die Region wird für die Ölindustrie einer der wichtigsten Wachstumsmärkte bleiben, weil der Energiebedarf um etwa zwei Drittel ansteigen soll. Darüber hinaus wird die Bevölkerung um ein Fünftel steigen und das Wirtschaftswachstum eine Verdreifachung vollziehen, so der Leiter des Bereits Energiemärkte und -sicherheit der IEA.

Mit einem deutschlandweiten Durchschnittspreis von 57,58 Euro pro 100 Liter Heizöl, verharren die Preise auf dem aktuellen Preisniveau. Von der fundamentalen Seite sind aktuell keine Faktoren vorhanden, die den Heizölpreis wieder Richtung 50 Euro pro 100 Liter abtreiben könnten. Ein ähnliches Bild ergibt sich auch für die Rohölnotierungen. Zwar stehen die Kurse von WTI und Brent heute Morgen etwas im Minus, bleiben aber dennoch auf dem Niveau der letzten Wochen. Die Sorte Brent liegt am heutigen Morgen bei 58,37 US-Dollar pro Barrel. Für ein Barrel der Sorte WTI wird derzeit 52,36 US-Dollar bezahlt.

Keine halben Sachen

Khalid Al-Falih, der saudische Energieminister ist weiterhin höchst entschlossen, das Gleichgewicht am Ölmarkt wiederherzustellen. Er zeigte sich erfreut darüber, dass seit Beginn des Förderabkommens der weltweite Bestandsüberhang um 180 Mio. Barrel abgebaut werden konnte. Daher kommt es für Al-Falih nicht in Frage, auf halber Strecke stehen zu bleiben, um die gewonnenen Fortschritte zu egalisieren. Vielmehr möchten die OPEC und die kartellfremden Mitglieder weiterhin an einen Strang ziehen. Saudi-Arabien, der größte Produzent der OPEC stellte nochmals klar, dass das Ziel sei, die weltweiten Bestände auf den 5-Jahresdurchschnitt zu reduzieren. Genauere Angaben für die zukünftigen Maßnahmen der OPEC, die eventuell auf der Sitzung am 30. November beschlossen werden könnten, machte der saudische Energieminister nicht. Angesichts der starken Schieferölproduktion in den USA und die wiedererstarkten Ölförderer Libyen und Nigeria sind weiterhin Maßnahmen zu Reduzierung der Ölförderung notwendig. Diese Ansicht werden nach den bisherigen Informationen alle Mitglieder mittragen, sodass ein erneuter Beschluss als sehr wahrscheinlich gilt, jedoch noch nicht die genaue Ausgestaltung des verlängerten Abkommens abgeschätzt werden kann. Auch der Ölminister Nigerias sieht die starke Wachstumsausrichtung der US-Schieferölindustrie, als eines der größten Problem der OPEC an. Daher sieht er ebenfalls keine Hindernisse, was einer Verlängerung der Kürzungen im Wege stehen könnte.

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