OPEC-Prognose deutet weiterhin Überversorgung an

Der Monatsbericht offenbart, was viele Experten erwartet haben. Mit einer Preisrallye in 2018 ist aufgrund der Versorgungslage nicht zu rechnen.

11.08.2017 | Robby Erkmann

Die OPEC korrigierte zwar das Nachfragewachstum für 2017 und 2018 nach oben, doch das reicht scheinbar nicht aus um die Rohölbestände zu senken. Die Produktionsrate der Nicht-OPEC-Länder wird schwächer eingeschätzt, sodass sich die Marktlage durchaus zugunsten der Ölstaaten wendet. Doch eine nachhaltige Kursrallye würde dies wohl nicht hervorbringen. Im Juli dieses Jahres förderte das Ölkartell 32,87 Mio. B/T Rohöl. Wie bisher angedeutet, werden die Förderkürzungen in März nächsten Jahres nicht verlängert. Das bedeutet, dass die Ölförderung der OPEC um über 1 Mio. B/T steigen wird, wonach die Produktion dann etwa 34 Mio. B/T betragen würde. Doch wird die Gesamtölnachfrage für 2017 und 2018 aktuell auf 32,4 Mio. B/T geschätzt. Demnach werden die weltweiten Rohölbestände nur schwer auf das Ziel der OPEC-Staaten zu senken sein.

Die langfristige negative Perspektive des Monatsberichts sorgte an den Ölbörsen für schlechte Stimmung. Infolgedessen rutschte der Preis für WTI wieder unter die 50 US-Dollar Marke, die erst kurz zuvor überwunden werden konnte. Durch Gewinnmitnahmen der Händler brachen die Kurse weiter ein. Für ein Barrel WTI wird am heutigen Morgen 48,23 US-Dollar verlangt. Die Nordseesorte Brent wird für 51,55 US-Dollar pro Barrel gehandelt. Beide Rohölwerte liegen etwa 0,5 Prozent unter den heutigen Eröffnungskursen. Nachdem der durchschnittliche Heizölpreis diese Woche bisher nur moderate Kursschwankungen aufzeigte, machte der deutschlandweite Durchschnittspreis für 100 Liter Heizöl einen Sprung von 54,01 Euro auf 54,76 Euro.

Nordkoreakonflikt kann Preise erhöhen

Der immer rauer werdende Konflikt zwischen den USA und Nordkorea erhöht den Druck auf die Rohölnotierungen. Da die Provokationen so intensiv sind, wie seit Jahren nicht mehr beobachten die Marktteilnehmer die Entwicklung mit einem kritischen Auge. Zunächst einmal wirkt eine Gefahr der militärischen Auseinandersetzung negativ auf das Wirtschaftswachstum, was dann wiederrum belastend auf die Rohölpreise wirkt. Doch sollte ein Konflikt tatsächlich eintreten, würden die Risikoprämien am Ölmarkt sprunghaft steigen. Die gefährdeten Transportwege für Rohöl, würde auch die Preise anziehen lassen. Obwohl Trader schon im Vorlauf eine solche Gefahrenquelle mit Risikoprämien einpreisen, hat die Auseinandersetzung bis jetzt keinen preistreibenden Einfluss auf die Ölpreise.

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