OPEC will Ausstiegsplan erarbeiten

Einen Plan, wie man die Förderkürzungen beenden kann, hat die OPEC bisher nicht. Genau das wurde schon seit langem von Experten kritisiert.

03.08.2017 | Robby Erkmann

Dabei stellt es den Markt vor großen Problem, wenn mit Ablauf der Förderkürzungen im März nächsten Jahres, die am Abkommen beteiligten Staaten plötzlich ihre Produktion enorm steigern. Es gibt bis jetzt keine genauen Planungen, wie der Ausstieg vollzogen wird, so mehrere Delegierte der OPEC. Laut dem saudischen Ölminister werden, diese Planungen aber nun vorangetrieben. Konkrete Pläne und Entscheidungen werde es aber erst zu einem späteren Zeitpunkt geben, zumal kein Zeitdruck besteht. Aktuell halten sich 7 von 11 OPEC-Ländern nicht an die für sie vereinbarten Produktionsmengen. Das liegt oftmals daran, dass die Länder auf die Exporteinnahmen des Rohöls im Staatshaushalt angewiesen sind. Dadurch wird abermals deutlich, dass bei Beendigung des Abkommens, diese Staaten den Weltmarkt mit viel Rohöl versorgen werden. Logischerweise wird, wenn dieses Szenario eintrifft, ein höheres Angebot bei gleicher Nachfrage die Preise senken.

Russlands Energieminister verdeutlichte noch einmal, dass Russland nicht über März 2018 an Produktionskürzungen teilnehmen werde. Der OPEC-Deal sei auch in Zukunft ein Werkzeug, welches man wieder nutzen könnte, doch sollte dies eine Ausnahme bleiben für kritische Situationen. Damit wird ein OPEC-Abkommen in jetziger Form für den Zeitraum nach März nicht eintreten. Länder innerhalb der OPEC, wie Kuwait, Irak und Iran werden einen ähnlichen Standpunkt haben. Diese Staaten planen aktuell ihre Förderkapazitäten zu erweitern. Diese Investitionen werden wohl strategisch für eine höhere Rohölförderung nach dem Abkommen getätigt.

DOE-Zahlen beruhigen die Rohölpreise

Die Händler waren vor der Bekanntgabe der DOE-Zahlen etwas zurückhaltender. Mit Veröffentlichung wurden die Kurse volatiler und gaben infolgedessen nach, doch auf dem zweiten Blick sorgte der DOE-Bericht für eine bessere Stimmung. Demnach sanken die Rohölbestände um 1,5 Mio. B/T. Die Benzinbestände übertrafen die Erwartung von 0,5 Mio. B/T und sanken um 2,5 Mio. B/T. Die Raffinerieauslastung ist leicht gestiegen und verharrt weiterhin auf sehr hohem Niveau. Das begründet auch, wieso trotz gestiegener Importe von 1,46 Mio. Barrel, die Rohölbestände abnahmen. Die Gesamtnachfrage nach Ölprodukten liegt derzeit bei 20,6 Mio. B/T und ging in der Berichtswoche um 0,7 Mio. B/T zurück. Das ist ein gutes Niveau, liegt aber unter dem Vorjahreswert von 20,95 Mio. B/T. Verwundert waren die Experten über die hohen Rohölimporte von 1,17 Mio. B/T aus Saudi-Arabien, die eigentlich die Exporte in die USA kürzen wollten. Niedrige Gesamtbestände und eine Rekordnachfrage nach Benzin sorgten insgesamt für einen bullishen DOE-Bericht.

Der durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland liegt heute erneut tiefer als gestern, bei 54,12 Euro pro 100 Liter. Die Rohölnotierungen befinden sich leicht im Minus. WTI wird derzeit für 49,34 US-Dollar pro Barrel gehandelt. Die Nordseesorte Brent liegt aktuell bei einem Preis von 52,09 US-Dollar pro Barrel.

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