Preissprung bei den Ölfutures

An den Ölbörsen in New York und London wurden mehrere wichtige Widerstände durchbrochen, sodass die Ölpreise auf neue Monatshoch kletterten.

16.05.2017 | Robby Erkmann

Dabei wurde auch die wichtige Widerstandslinie GD 21 am Montag überwunden, was der Aufwärtsbewegung nochmal einem Schub gab. Jedoch wurden die Preissteigerungen am Vormittag, durch einen stärkeren Euro/Dollar-Kurs leicht gebremst. Die kleine Rallye war am Nachmittag wieder vorbei, da die Händler Gewinne mitnahmen. Grund für die Gewinnmitnahmen, ist der heutige IEA Monatsreport sowie der ausstehende offizielle Beschluss der OPEC-Sitzung am 25. Mai. Daher schloss Futurehandel am Montag klar unter dem Tageshoch, verzeichnete aber noch deutliche Tagesgewinne. Die Ankündigung von Saudi-Arabien und Russland, die Förderkürzungen um neun, anstatt sechs Monate verlängern zu wollen, hatte daher nur eine kurzweilige Wirkung. Außerdem ließen die ersten Dämpfer nicht lange auf sich warten. Kasachstan, ließ über die russische Nachrichtenagentur Interfax veröffentlichen, dass man nicht automatisch bereit sei, sich an Förderkürzungen über Juni hinaus anzuschließen. Hinter Russland ist Kasachstan der zweitgrößte Ölproduzent des ehemaligen Ostblocks. Die EIA prognostiziert für das Land eine Förderung von ungefähr 2,00 Mio. B/T im nächsten Jahr. Aktuell fördert Kasachstan ungefähr 1,80 Mio. B/T. Die Regierung hat in der Vergangenheit viele Investitionen in den Ölsektor getätigt, die sich nun verständlicherweise langsam rentieren müssen.

Blühende Ölförderung in Libyen und Nigeria

Libyen hat nach den Rückschlägen im April die Förderung auf ein neues Jahreshoch ausgebaut. Aktuell werden 814.00 B/T gefördert. Bis August will Libyen 1,1 Mio. B/T fördern und bis Jahresende ungefähr 1,32 Mio. B/T, laut National Oil Corporation. Bevor das Land 2011 im Bürgerkrieg versank, war Libyen zweitgrößter Ölförderer Afrikas mit ungefähr 1,6 Mio. B/T.

Offiziellen Berichten zufolge hat die Rohölförderung in Nigeria wieder 2 Mio. B/T erreicht. Nach der Ankündigung von Shell, die Forcados Pipeline wieder in Betrieb zu nehmen, steht dem offenbar nichts mehr im Wege. Die Anlage kann 200.000 B/T zu den Exportterminals transportieren und sorgt dafür, dass Nigeria die maximale Förderung von 2,2 Mio. B/T wieder erreichen kann. Ob Nigeria für die zweite Jahreshälfte ebenfalls eine Ausnahmegenehmigung von der OPEC erhält, das Fördervolumen zu steigern, ist bis jetzt fraglich.

Die Rohölsorten WTI und Brent sind heute Morgen gegenüber den gestrigen Schlusskursen fast unverändert. WTI liegt daher bei 48,87 US-Dollar pro Barrel und die Nordssesorte Brent notiert bei 51,84 US-Dollar pro Barrel. Der Preis für Heizöl steigt hingegen wieder etwas an und liegt aktuell bei 55,97 Euro.

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