Rohölpreise auf Korrekturkurs

Die aktuelle Nachrichtenlage schickt die Ölpreise weiter auf Talfahrt. Selbst die klare Abnahme der US-Rohölbestande können den Markt nicht beruhigen.

17.08.2017 | Robby Erkmann

Mit den API- und DOE-Zahlen wurde nun sieben Wochen in Folge sinkende US-Rohölbestände gemeldet. Doch für Stephen Brennock, Analyst von PVM Oil Associates ist der alleinige Rückgang der US-Rohölbestände kein ausreichender Faktor für eine gefestigte Preisrallye. Für ihn sind die bullishen Bestandsdaten ermutigend, doch bedarf es noch weiterer bullisher Ereignisse, damit höhere Ölpreise auf standfesten Säulen stehen.

Zudem sorgen die neuesten Prognosen für die chinesische Ölnachfrage für ein trübes Stimmungsbild. Demnach meldet das chinesische Unternehmen China National Petroleum Corporation (CNPC), dass die chinesische Nachfrage nach Öl schon 2030 ihren Höhepunkt erreichen wird. Der Hochpunkt der Benzinnachfrage soll laut CNPC bereits 2025 erreicht werden. Dagegen soll die Benzinnachfrage in den USA, laut Analysten der Firma Wood Mackenzie, ihren Höhepunkt erreicht haben. Verantwortlich dafür sollen die sparsameren Fahrzeugtypen in den USA sein und der Wandel hin zur Elektromobilität. Besonders belastend für die Rohölpreise sind diese Meldung, weil die USA und China die weltweit größten Konsumenten von Öl sind.

Infolge dieser Meldungen gaben die Rohölnotierungen an den Börsen spürbar nach. Mit dem Durchbrechen der Unterstützungslinien stieg der technische Verkaufsdruck. Im späten Handel befanden sich die Notierungen auf ein neuem 3 Wochentief. Nach der gestrigen Talfahrt sind die Preise für Rohöl heute Morgen erstmal fast unverändert. WTI wird aktuell für 46,82 US-Dollar pro Barrel gehandelt. Die Nordseesorte Brent steht heute früh bei 50,37 US-Dollar pro Barrel. Ob Brent die 50 US-Dollar Marke verteidigen kann bleibt spannend und kann für weiteres Abwärtspotential sorgen. Der durchschnittliche Heizölpreis liegt heute bei 53,22 Euro pro 100 Liter und ist im Vergleich zu gestern etwas gestiegen.

DOE-Zahlen können Ölnotierungen nicht stützen

Die Verarbeitungsrate der US-Raffinerien befindet sich weiterhin auf hohem Niveau, trotzdem die Auslastungsquote leicht gesunken ist. Daher meldet auch das DOE einen starken Abbau der US-Rohölbestände. Die DOE-Zahlen sprechen von einer Abnahme über 8,9 Mio. Barrel. Die Rohölförderung in den USA ist im Vergleich zur Vorwoche um 79.000 B/T gestiegen. Damit liegt die gesamte Ölförderung in den USA bei über 9,5 Mio. B/T. Das Rekordniveau über 9,6 Mio. B/T aus dem Jahr 2015 liegt nun in greifbarer Nähe. Angesichts der Vielzahl, der noch nicht angeschlossenen aber angebohrten Ölquellen kann es zu einer neuen Rekordfördermenge in den USA kommen. Die aktuelle Benzinnachfrage ist auf 9,5 Mio. B/T gesunken und liegt damit unter dem Vorjahresniveau von 9,8 Mio. B/T.

Eine gesunkene Nachfrage und ein leichter Aufbau bei den Benzinbeständen, sowie die hohe US-Rohölförderung sorgen gesamtheitlich für einen bearishen Bericht.

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