Saudi-Arabien kürzt Rohölexporte

Der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco hatte gleichzeitig auch die Rohölpreise für Juli Lieferungen angehoben. Die USA trifft es dabei am härtesten.

14.06.2017 | Robby Erkmann

Die USA sollen von Saudi-Arabien in den nächsten Monaten immer weniger exportiertes Rohöl erhalten. Schon im Monat Juni, will Saudi-Arabien die Exporte in die USA um 1 Mio. B/T senken. Für den nächsten Monat plant Saudi-Arabien dann eine Gesamtausfuhr von nur noch 850.000 B/T. Werden diese Planungen wirklich umgesetzt, wäre dies der niedrigste Exportwert für Juli seit 1988. Damit nicht genug, denn im August soll nochmal 100.000 Barrel Rohöl pro Tag weniger exportiert werden. Für andere Länder sind keine Kürzungen der Rohölexporte geplant. Daher stellt sich die Frage, wieso es ausgerechnet die USA derart hart treffen soll.

Scheinbar will Saudi Aramco erreichen, dass die Produktionskürzungen nun auch die Reduzierung der Ölbestände herbeiführen. Eine erfolgreiche Umsetzung würde sicherlich die Ölpreise, die sich weiterhin im Abwärtstrend befinden, stabilisieren. Gleichzeitig könnte Saudi-Aramco die wöchentlichen Ölbestandsdaten von API und DOE beeinflussen. Diese gelten aktuell als Richtwert oder Indiz dafür, wie erfolgreich die OPEC-Produktionskürzungen die weltweiten Rohölbestände reduziert. Die USA sind der größte Ölverbraucher der Welt und sehr transparent in der Veröffentlichung der Bestandsdaten.

Fraglich bleibt, wie Saudi-Arabien mit den gestrichenen Rohölexporte in die USA verfährt. Denn eine ebenso drastische Reduzierung der Rohölförderung ist bisher nicht geplant. Denkbar ist, dass Ausfuhren in andere Länder, die weniger transparente über ihre Ölbestandsentwicklung berichten und für den Ölmarkt von weniger großer Bedeutung sind, erhöht werden, um das überschüssige Rohöl dort unterbringen zu können.

API-Zahlen abermals bearish

Laut API-Bericht, sind die Rohölbestände um 2,8 Mio. Barrel gestiegen, bei gleichzeitiger Zunahme der Benzinbestände über 1,8 Mio. Barrel. Dass die Destillate um 1,5 Mio. Barrel gefallen sind, ist von weniger großer Bedeutung. Während der Sommermonate ist für Händler die Entwicklung der Rohölbestände und Benzinvorräte ausschlaggebend. Die API-Zahlen sind daher enttäuschend und wirken preisdrückend auf die Rohölmärkte. Wie die DOE-Zahlen ausfallen wird heute Nachmittag veröffentlicht. Bei ähnlicher Entwicklung wie die API-Zahlen, könnten die DOE-Zahlen für weiteres Abwärtspotential sorgen.

Die Heizölpreise bleiben angesichts dieser Umstände auf Jahressicht auf niedrigem Niveau. Der durchschnittliche Heizölpreis liegt aktuell bei 52,07 Euro pro 100 Liter. Die Rohölwerte sind heute Morgen nahezu unverändert. WTI kostet pro Barrel derzeit 45,98 US-Dollar. Die Nordseesorte Brent wird am heutigen Morgen für 48,24 US-Dollar pro Barrel gehandelt.

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