Saudi-Arabien verringert Öl-Exporte

Die Golfregion braucht in den Sommermonaten mehr Rohöl für die eigenen Stromkraftwerke, weshalb dieser Schritt auf dem ersten Blick nicht unüblich ist.

29.05.2017 | Robby Erkmann

Normalerweise nehme dann auch die Rohölförderung zu, doch ist durch das neue Förderabkommen der Anpassungsspielraum stark eingeschränkt. Die USA bekommen diesen Schritt nun als erstes zu spüren. Bisher importierte die USA ungefähr 1,21 Mio. B/T Rohöl aus Saudi-Arabien. Im Juni plant Saudi-Arabiens ein Rückgang der Exportmengen auf unter 1,0 Mio. Barrel. Die Auswirkungen der verringerten Exporte werden, wenn überhaupt erst im Juli durch die wöchentlichen US-Rohölbestandsdaten zu verzeichnen sein. Grund dafür ist, dass die Ausfuhren, bis diese die USA erreichen ungefähr 35-55 Tage benötigen. Da die US-Ölindustrie aktuell bärenstark ist, werden wohl die Auswirkungen sehr begrenzt sein, auch wenn das US-Wachstum derzeit abnimmt. In der abgelaufenen Woche meldete Baker Hughes den 19. Anstieg in Folge. Insgesamt kamen zwei neue Bohranlagen hinzu. Vergleichen mit den anderen Wochen ist das ein geringer Anstieg, aber es sind aktuell 722 aktive Anlagen regestiert, insofern steht einem weiteren Ausbau der Förderkapazitäten überhaupt nichts im Wege. Sorgen bereiten tut weiterhin eher die US-Benzinnachfrage. Mit dem lagen Memorial Day Wochenende beginnt in der Regel die Fahrsaison und die Nachfragestarke Sommersaison. Daher werden nach dem Wochenende stärkere Nachfragezahlen erwarteten, so die Börsianer, die derzeit sehr enttäuscht über die Benzinnachfrage sind.

Rohölpreise ohne Lichtblick

Die Rohölpreise bleiben nach dem enttäuschenden OPEC-Treffen weiter unter Druck. Das WTI kämpft mit der 50 US-Dollar-Marke, kann diese aktuell noch nicht überspringen und liegt derzeit bei 49,68 US-Dollar pro Barrel. Die Sorte Brent ist ebenfalls leicht im Minus und auf niedrigen Niveau. Aktuell notiert Brent bei 52,06 US-Dollar pro Barrel und ist immer noch über 2 US-Dollar unter dem Niveau, bevor die OPEC ihre Entscheidung bekannt gegeben hatte. Der durchschnittliche Heizölpreis ging letzte Woche mit 56,87 Euro pro 100 Liter in das Wochenende. Heute Morgen brachen die Preise um durchschnittlich 1,80 Euro ein und liegen aktuell bei 55,05 Euro pro 100 Liter. Es bleibt spannend, ob dies nur eine überstarke Reaktion nach dem OPEC-Meeting ist oder im Wochenverlauf weitere Preiskorrekturen einsetzten werde. Der Rohölpreis wird laut Experten nur moderate Preisanstiege verzeichnen. Die Credit Suisse, Goldman Sachs, die Citigroup oder RBC Capital Markets vertreten aktuell alle ähnliche Haltungen zum Ölpreis. Dieser wird zwar steigen, werde sich aber aller Voraussicht nach zwischen 50-60 US-Dollar bewegen. Eine Rückkehr zu alten Spitzenpreise wird es daher auch durch die Verlängerung des OPEC-Förderabkommens nicht geben.

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