Schwächelt die US-Ölproduktion?

Am Freitag veröffentlichte die EIA, dass die Ölförderung in den USA im April leicht gesunken sei. Dies wäre der erste Produktionsrückgang in diesem Jahr.

04.07.2017 | Robby Erkmann

Die Rohölförderung lag bei 9,08 Mio. B/T und damit 190.000 B/T unter der wöchentlichen Schätzung. Die EIA geht dennoch davon aus, dass die Ölproduktion nächstes Jahr die 10 Mio. B/T-Marke erreichen soll. Präzise Schätzungen abzugeben ist laut Robert Marriam von der EIA sehr schwer. Grund ist, dass es sehr unterschiedliche Fördergebiete mit einer Vielzahl von Bohranlagen, die wiederrum spezifische Merkmale besitzen. Im April soll die vor allem die Rohölförderung mit – 5,8 Prozent im Golf von Mexiko abgenommen haben. Dagegen sei die Rohölförderung an Land in Texas und North Dakota um 1,1 und 2,2 Prozent gestiegen. Erfreulich ist eine um 0,4 Prozent gestiegene Benzinnachfrage im Berichtsmonat April auf 9,25 Mio. B/T. Die Destillatnachfrage liegt 9 Prozent unter den Erwartungen bei 3,79 Mio. B/T. Die EIA begründet diesen Rückgang durch einen starken Exportanstieg der Destillate auf 1,32 Mio. B/T.

Derweil sorgen die politischen Spannungen zwischen Kater und etlichen andere Staaten im Nahen Osten für neue Konfliktquellen. Katar wird vorgeworfen terroristische Organisationen zu unterstützen. Saudi-Arabien, Bahrein, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten Anfang Juni alle diplomatischen Beziehungen abgebrochen. Das an Katar gestellte Ultimatum zur Umsetzung der Forderung wurde nun bis Dienstag verlängert. Ob Katar alle Forderungen erfüllen wird ist unklar. Ebenfalls unklar ist, wie die Reaktionen der anderen Staaten ausfallen würden. Kater ist innerhalb der OPEC ein kleinerer Rohölförderer, aber geopolitische Konflikte könnte die Rohölförderung anderer Staaten beeinträchtigen. Daher wird die Situation von den Marktteilnehmern sehr genau beobachtet.

Der Heizölpreis ist heute Morgen weiter angestiegen. Für 100 Liter Heizöl zahlt man im deutschlandweiten Durchschnitt 53,05 Euro. Am 23. Juni betrug der Jahrestiefpreis noch bei 50,61 Euro pro 100 Liter. Die Rohölkurse notieren heute Morgen leicht im Minus. WTI notiert derzeit bei 46,93 US-Dollar pro Barrel. Die Nordseesorte Brent liegt aktuell bei 49,50 US-Dollar. Die Erwartung, dass die OPEC ihre Ölförderung gesteigert hat, dämpft aktuell die Preisanstiege. Im Juni soll laut Reuters die OPEC-Produktion um 280.000 B/T angestiegen sein und beträgt damit 32,72 Mio. B/T.



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