Sondertreffen der OPEC einberufen

Schon am kommenden Montag treffen sich die OPEC-Staaten. Ungewöhnlicherweise wurden die Mitglieder bis jetzt nicht über Tagesordnungspunkte informiert.

13.07.2017 | Robby Erkmann

Wieso sich die OPEC über die anstehenden Gespräche bis jetzt bedeckt hält ist unklar. Klar ist nur, dass die OPEC-Staaten mit der Entwicklung der Ölpreise sehr unzufrieden sind. Die bisherigen Förderkürzungen werden von der wachsenden US-Schieferölindustrie sowie von Libyen und Nigeria fast komplett ausgeglichen. Die Enttäuschung, dass die Maßnahmen nicht zu dem gewünschten Ziel führen, eröffnet Gesprächsbedarf um neue Maßnahmen zu treffen. Doch hier herrscht noch große Uneinigkeit vor. Russland und der Generalsekretär der OPEC sind gegen die Erhöhung der Förderkürzungen, wohingegen andere Länder Bereitschaft zeigen diesen Schritt gehen zu wollen.

Spekuliert wird, dass die OPEC-Staaten dem Rat von Goldman Sachs folgen. Die Experten des Bankhauses sprachen von einer Schocktherapie für den Markt, die diesmal nicht angekündigt werden sollte, wie es in der Vergangenheit der Fall war. Dies hatte oftmals dazu geführt, dass die dann umgesetzten Beschlüsse bereits an den Börsen eingepreist waren und keine Wirkung zeigten. Doch steigende Ölpreise würde die US-Schieferölindustrie höhere Preise absichern lassen, die die Ölproduktion in 6-12 Monaten besonders stark steigen ließe. Das würde bedeuten, dass das Ende der Produktionskürzungen in diesen Zeitraum fällt. Daher würde die Überversorgung am Markt noch höher ausfallen, als bisher angenommen. Andererseits könnte die OPEC am Montag auch eine Ausstiegsstrategie bekanntgeben. Die OPEC wurde für das nichtexistieren einer Strategie, wie man die Kürzungen moderat vom Markt nimmt, bereits von vielen Seiten kritisiert.

DOE-Zahlen stützen die Preise

Auch die DOE-Zahlen veröffentlichten einen starken Abbau bei den Rohölbeständen. Die Rohölbestände fielen im Vergleich zur Vorwoche um 7,6 Mio. B/T und auch die Benzinvorräte sind laut DOE um 1,6 Mio. B/T gesunken. Gestützt werden diese Zahlen von einer gestiegenen Raffinerieauslastung um 1,0 Prozent. Mit 495 Mio. B/T liegen die Rohölvorräte weiterhin etwa 0,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Benzinbedarf stieg um 0,081 Mio. B/T an und liegt über den Vorjahreswerten von 9,671 Mio. B/T. Die Nachfrage nach Ölprodukten ist um 2,3 Mio. B/T auf 19,96 Mio. B/T abgefallen. Gleichzeitig stieg die US-Ölproduktion um 59.000 B/T auf 9,4 Mio. B/T an. Die EIA hat in ihren aktuellen Monatsreport die US-Ölförderung für 2018 auf 9,9 Mio. B/T nach unten korrigiert. Die Korrektur erfolgte, weil die Preisniveaus für WTI und Brent um 5 US-Dollar gesenkt wurden. Nichtsdestotrotz würde auch die neue Schätzung der US-Ölförderung ein Rekordniveau bedeuten. Der Monatsreport offenbart auch, dass die OPEC 860.000 B/T mehr Rohöl fördert, als es durch das Abkommen geplant war. Die Gesamtförderung liegt mit 32,61 Mio. B/T deutlich über dem Zielwert.

Der heutige durchschnittliche Heizölpreis liegt mit 52,31 Euro pro 100 Liter fast einen Euro über den gestrigen Durchschnittspreisen. Die Rohölpreise tendieren heute Morgen zu leicht niedrigeren Kursen. WTI wird für 45,30 US-Dollar pro Barrel gehandelt und Brent notiert bei 47,52 Us-Dollar pro Barrel. Trotz der bullishen DOE-Zahlen können die Preise nicht anziehen. Das liegt wohl auch daran, dass es viele bearishe Aspekte gibt, die die Händler misstrauisch stimmen.

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