Spannungen im Nahen Osten steigen

Kuwait weist den iranischen Botschafter aus und auch der Katar Konflikt ist noch nicht gelöst. Zudem fördert das OPEC-Kartell mehr und mehr Rohöl.

24.07.2017 | Robby Erkmann

Kuwait galt bis vor kurzem noch als Vermittler zwischen Staaten, die in Konflikt stehen. Allen voran im Konflikt mit Katar brachte sich Kuwait als Vermittler ins Spiel. Saudi-Arabien wirft Katar immer noch die Finanzierung von Terrorismus vor und hat hinter sich einige andere Nahost-Staaten vereint. Nun hat Kuwait mehr als ein Dutzend iranische Diplomaten ausgewiesen, wozu auch der Botschafter selbst gehört. Diese müssen innerhalb von 45 Tagen das Land verlassen. Die kuwaitische Nachrichtenagentur KUNA berichtete, dass diese Maßnahme die Folge eines Urteils des Obersten Gerichtes ist. Das Gericht hatte 21 Personen verurteilt, die zu einer von den iranischen Revolutionsgarden ausgebildeten Terrorzelle gehörten. Die iranische Nachrichtenagentur IRNA, bemängelt, dass Kuwait nur auf Druck von Saudi-Arabien diesen Schritt unternommen hat.

Innerhalb des OPEC-Kartells wird ebenfalls mehr und mehr gegeneinander gearbeitet. So soll im Juli die Ölförderung der OPEC um weitere 145.000 B/T steigen, so die Analysten von Petro-Logistics. Trifft die Vorhersage ein, würde die Ölförderung des Kartells über 33 Mio. B/T liegen und die Wirksamkeit der Förderbegrenzungen noch mehr abnehmen. Außerdem wird die Stabilität des Abkommens mehr und mehr angezweifelt, zumal mit Ecuador bereits der erste Staat das Abkommen verlassen hatte.

Anzahl der US-Ölbohranlagen sinkt

Die Anzahl der aktiven US-Ölbohranlagen ist laut Baker Hughes in der letzten Woche gesunken. Die Gesamtzahl liegt nun bei 764 aktiven Anlagen in den USA und lag in der Woche zuvor um eine Anlage höher. Die Anzahl aktiver Anlagen bleibt damit auf hohem Niveau. Allerdings ist ein deutlicher Rückgang der Wachstumsgeschwindigkeit zu merken. Im ersten Quartal diesen Jahres stieg die Anzahl aktiver Ölbohranlagen um Durchschnittlich 11 Anlagen pro Woche. Im zweiten Quartal waren es nur noch 7 Anlagen pro Woche mehr. Nun scheint es so, als ob es im dritten Quartal zu einem noch schwächeren Wachstum kommen wird. Nichtsdestotrotz wird die US-Rohölförderung weiter enorm zulegen können, da die Auswirkungen auf die Förderung erst in 6-9 Monaten den Markt erreichen.

Die Rohölpreise starten heute Morgen fester in den Tag. WTI notiert aktuell bei 45,89 US-Dollar pro Barrel und liegt etwa 0,6 Prozent höher. Brent wird derzeit für 48,24 US-Dollar pro Barrel gehandelt und liegt ebenfalls ungefähr 0,6 Prozent über den Tageseröffnungskursen. Der durchschnittliche Heizölpreis liegt am Montag bei 52,48 Euro pro 100 Liter und hat im Vergleich zu Freitag einen Rutsch von 87 Cent nach unten gemacht.

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