Tag der Entscheidung naht

Doch wie werden die Märkte auf den Beschluss der OPEC reagieren? Die Meinungen sind gespalten, und hängen von einer Ausweitung neuer Kürzungen ab.

24.05.2017 | Robby Erkmann

Der saudische Ölminster reiste gestern nach Bagdad, um die dortige Regierung von einer Verlängerung über neun anstatt sechs Monate zu überzeugen. Der Irak hatte sich im Gegensatz zu vielen anderen Marktteilnehmer kritisch zu dieser Veränderung geäußert. Laut dem saudischen Ölminister al-Falih konnte der Irak nun überzeugt werden und unterstütze die Neun-Monats-Variante. Der Markt stellt sich damit auf eine Verlängerung von neun Monaten ein. Die Messlatte für die morgige Sitzung liegt also sehr hoch. Aber trotz aller Euphorie gibt es immer noch gegenteilige Meinungen. Algeriens Energieminister unterstütze zwar die Neun-Monats-Variante, doch gibt es immer wieder Befürworter für eine Verlängerung um sechs Monate. Der kuwaitische Ölminister ist der gleichen Meinung. Er sieht für die morgige Sitzung reichlich Diskussionsbedarf, ob ein Beschluss für sechs oder neun Monate gefasst wird. Ein OPEC internes Komitee zur Überwachung der Produktionskürzungen brachte sogar eine Verlängerung von 12 Monaten ins Spiel, die bisher noch kein Befürworter gefunden hat. Eine Preisrallye wie im November letzten Jahres dürfte daher nicht eintreten. Die dauerhaften preisstabilisierenden Kommentare der OPEC-Mitglieder sind aktuell größtenteils bereits berücksichtigt. Nur eine Ausweitung der Produktionskürzungen über die 1,8 Mio. B/T könnte für einen Sprung sorgen, doch ist dieser Schritt bisher als nicht umsetzbar angesehen worden.

Die heutigen API-Zahlen werden weitgehend neutral aufgefasste, was an der viel wichtigeren morgigen Entscheidung des OPEC-Kartells hängen dürfte. Im Bereich Rohöl, Destillate und Benzin wurde wie prognostiziert Abbauten verzeichnet. Die Ölnachfrage ist auf einem für die Saison entsprechenden hohen Niveau. Marktteilnehmer warten nun auf die DOE-Zahlen um 16:30 Uhr.

Der durchschnittliche Heizölpreis sprang heute auf den Kurs von Montag zurück und beträgt wieder 56,05 Euro pro 100 Liter. Die Schwankungen der Heizölpreise bleiben, wie angekündigt diese Woche sehr verhalten. Alle Augen sind nun auf das OPEC-Meeting in Wien gerichtet. Größere Kursbewegungen am Heizölmarkt werden wahrscheinlich bis nächste Woche auf sich warten lassen. Brent wird aktuell mit 54,35 US-Dollar pro Barrel gehandelt und liegt leicht über dem Vortagesniveau. WTI notiert bei 51,62 US-Dollar pro Barrel und liegt ebenfalls leicht über den Schlusskursen von gestern.

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