Überwachungsgremium ist hochzufrieden

Das Joint Ministerial Monitoring Committee (kurz JMMC) gab an, dass die Einhaltungsquote für die Förderkürzungen im September bei 120 Prozent lag.

24.10.2017 | Robby Erkmann

Damit wäre die Einhaltungsquote auf den höchsten Stand seit der Einführung. Außerdem würden die Förderkürzungen eine höhere Auswirkung auf die weltweiten Ölbestände entfalten. Das JMMC ist, laut der Pressemittelung mit den Öl-Beständen der OECD-Staaten ebenfalls zufrieden, da diese im September nur noch 159 Millionen Barrel über den 5-Jahresdurchschnitt liegen. Das Komitee gab bekannt, dass die Bemühungen, trotz der positiven Nachrichten nicht vernachlässigt werden. Im Gegenteil, alle Optionen werden bei dem OPEC-Treffen am 30. November diskutiert werden und dazu zähle auch eine Ausweitung der Förderkürzungen. Wobei Letzteres eher unwahrscheinlich ist, da viele kleinere Staaten, sich gegen eine Intensivierung der Kürzungen aussprechen könnten.

Der zweitgrößte OPEC-Produzent Irak ist, infolge der starken Exportrückgänge mit den aktuellen Exporterlösen unzufrieden. Der Konflikt mit Kurdistan führte zu einem starken Einbruch der Rohölexporte im Norden. Ein Ausgleich sollen erhöhte Exporte über den südlichen Teil des Landes übernehmen. Die Region Basra soll seit letzten Samstag rund 200.000 B/T mehr Rohöl exportiert haben, so das irakische Ölministerium. Im Norden werden aktuell mit etwa 270.000 B/T Rohöl wieder etwas mehr exportiert. Dennoch ist das ein sehr niedriger Wert, da vor dem Konflikt etwa 600.000 B/T Rohöl exportiert wurde. Der OPEC-Monatsbericht gab an, dass die Exportmengen weiterhin die Kürzungsquote einhalten würden. Demnach pumpte der Irak im September 4,94 Mio. B/T Rohöl aus dem Boden.

Da sonstige stützende Nachrichten bisher nicht vorhanden sind, dämpfte die Meldung der Exportsteigerung des Iraks die Aufwärtspotentiale an den Ölbörsen. Die Kurse bewegen sich aktuell in einer engen Handelsspanne. Donald Morton, Analyst bei Herbert J. Sims & Co. schätzt, dass die derzeitigen Preise an den Börsen am oberen Ende der Handelsspanne liegen. Demnach ist in den nächsten Wochen eher mit fallenden Preisen zu rechnen. Die Commerzbank sieht den Kurs von Brent ebenfalls kritisch. Angeprangert wird, dass die letzten Wochen nur bullishe Aspekte aufgenommen wurden und die bearishen Nachrichten ignoriert wurden. Demnach erwartet man kurzfristige eine Konsolidierung des Preisniveaus. Doch die Kurse für die heutigen Ölpreise bleiben vorerst stabil. Das Barrel WTI wird für 51,94 US-Dollar gehandelt. Die Sorte Brent liegt heute Morgen bei 57,44 US-Dollar. Der durchschnittliche Heizölpreis konnte wieder zulegen und notiert bei 57,98 Euro pro 100 Liter.

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