Uneinigkeit am Ölmarkt

Einige Experten erwarten, dass die Förderkürzungen nun langsam Wirkungen zeigen und die Ölbestände sinken. Doch dieser Meinung sind nicht alle Analysten.

21.07.2017 | Robby Erkmann

Indiz dafür soll sein, dass die US-Ölbestände in den letzten Wochen mehrheitlich abnahmen. Doch Saudi-Arabien sorgte mit der Spekulation um zusätzliche Exportkürzungen ebenfalls für festere Preise. Mitte Juli sanken die Rohölexporte Saudi-Arabiens in den USA laut DOE auf 524.000 B/T. Dies wäre somit der niedrigste Exportwert seit Juni 2010. JBC Energy ist nicht überzeugt, dass diese Methode mittelfristig Erfolg haben wird, die US-Rohölbestände zu sinken. Der starke Anstieg der Ölbohranlagen und stetige Förderanstieg macht die USA mehr und mehr unabhängig von den Ölimporten aus Saudi-Arabien. Die ANZ Bank beurteilt aktuell die geopolitischen Spannungen als möglichen Kurstreiber für die Rohölpreise. Steigende Spannungen im Nahen Osten und mögliche Sanktionen der USA gegen Venezuela sind nur zwei Faktoren, die die Preise anhaben könnten. Hinzu kommt der andauernde Konflikt mit Nordkorea, indem auch schnell China und Russland verwickelt sein könnten.

Die Investmentbank RBC Capital hat aktuell die Preisprognosen für die Rohölpreise nach unten korrigiert. Die Analysten der Bank sehen den Durchschnittspreis bei WTI für das laufende Jahr bei 48,47 US-Dollar anstatt bei 54,40 US-Dollar pro Barrel. Für das Jahr 2018 wurde die Prognose von 60 auf 50 US-Dollar pro Barrel herabgesetzt. Die Preiserwartung für die Nordseesorte Brent wurde ebenfalls angepasst. Für das Jahr 2017 liegt die Prognose nun bei 51,19 US-Dollar und wurde um etwa 6 US-Dollar gesenkt. Ebenfalls um 10 US-Dollar niedriger wurde die Prognose für 2018 angepasst. Damit wird Brent im Durchschnitt bei 53,19 US-Dollar pro Barrel vorhergesagt. Mit einem weiterhin umfangreichen Ölangebot rechnen die Experten bis 2019, weshalb auch die Prognosen überarbeitet wurden.

Der durchschnittliche Heizölpreis hat sich für heute auf 53,35 Euro pro 100 Liter erhöht. Gestern lag der geltende Durchschnittspreis noch bei 52,79 Euro. Die Rohölpreise liegen heute Morgen ein gutes Stück über den Eröffnungskursen. WTI wird derzeit mit 0,8 Prozent höher bei 47,10 US-Dollar pro Barrel gehandelt. Die Nordseesorte Brent liegt ein halbes Prozent über den Eröffnungspreisen bei 49,53 US-Dollar pro Barrel.

OPEC-Meetings

Am Samstag gibt es technische Meetings von Ölproduzenten in St. Petersburg. Die offizielle OPEC-Sitzung der OPEC und Nicht-OPEC Länder findet dann wie geplant am Montag statt. Dort soll eine Bewertung der bisherigen Maßnahmen zur Reduzierung der Ölbestände vorgenommen werden. Doch auch Produktionsbegrenzungen für die aufstrebenden Rohölproduzenten Libyen und Nigeria werden diskutiert werden. Dabei wird es wohl auch bleiben, da ein Beschluss zur Begrenzung einstimmig gefällt werden muss, was allein schon an Libyen oder Nigeria scheitern würde.

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