US-Ölbohranlagen erstmalig gesunken

Zum ersten Mal seit Januar meldete Baker Hughes einen Rückgang der aktiven US-Ölbohranlagen. Die Serie des dauerhaften Anstiegs ist damit durchbrochen.

03.07.2017 | Robby Erkmann

Um genau zwei auf nun 756 Ölbohranlagen ist die Anzahl gesunken. Für den Ölmarkt ist das natürlich eine bullishe Meldung. Zu früh sollte jedoch nicht mit einem Wachstumsstopp der US-Ölbranche rechnet werden. Experten der Bank of America Merril Lynch sehen auch bei einem Preisniveau von 45 US-Dollar noch Wachstumspotential. Dieses soll bei dem aktuellen Preisniveau etwa 200.000 B/T betragen. Bei Preisen von 55 US-Dollar soll das Potential ungefähr 1,1 Mio. B/T betragen. Mittlerweile gibt es Schieferölquellen, die auch bei 40 US-Dollar rentabel Öl fördern können, sodass diese Werte nicht unrealistisch sind. Möglich sei auch, dass der Tropensturm Cindy die Erschließungsmaßnahmen kurzfristig gestoppt hat und die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen wieder weiter steigen wird. Selbst wenn die Anzahl der Ölbohranlagen nun vorerst stagniert oder leicht sinkt, hat dies kurzfristig keinen Einfluss auf die Ölförderung. Die Auswirkungen der Bohraktivität auf die Ölförderung betragen mehrerer Monate, sodass die Rohölförderung erstmal weiter zunehmen könnte.

Preisprognosen weiter und Druck

Die monatliche Befragung unter Investmentbanken meldete keine Anzeichen für einen Preisanstieg. Im Gegenteil, die 14 Investmentbanken haben insgesamt ihre Preisprognosen nach unten korrigiert. Der Preis für Brent wurde von 57 auf 55 US-Dollar gesenkt. Die Preiserwartung für WTI wurde ebenfalls um 2 US-Dollar gesenkt und liegt nun bei 52 US-Dollar. Die Prognose für das Jahr 2018 wurde ebenfalls nach unten angepasst. Das Preisniveau für Brent wird auf 57 US-Dollar geschätzt und das Niveau für WTI auf 55 US-Dollar. Die angepassten Prognosen sind angesichts der Nachrichten aus dem Nahen Osten keine Überraschung. Libyens Ölförderung soll nun fast 1,0 Mio. B/T betragen und fördert damit so viel, wie seit vier Jahren nicht mehr. Außerdem soll laut Reuters, die Ölförderung der OPEC im Juni um 280.000 B/T zugenommen haben. Bereits im Mai stieg die Ölförderung des Kartells um 340.000 B/T an.

Die Rohölsorte WTI ist heute Morgen unverändert bei 46,29 US-Dollar pro Barrel. Brent dagegen, liegt bei 49,00 US-Dollar und notiert derzeit 2,30 Prozent über den Eröffnungskursen. Der durchschnittliche Heizölpreis bleibt heute bei 52,33 Euro pro 100 Liter auf dem Niveau von Freitag.

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