US-Ölindustrie peilt neuen Rekord an

Schon nächsten Jahr könnten die US-Ölförderung die Marke von 10 Mio. B/T erreichen. Der Boom scheint damit vorerst ungebremst zu bleiben.

04.08.2017 | Robby Erkmann

Die Quartalsberichte von großen Schieferölunternehmen, wie EOG Resources, Devon Energy, Newfield Exploration und Diamondback Energy zeigen, dass diese an den hochgesteckten Plänen zur Ausweitung der Ölförderung festhalten. Vor allem die Effizienzsteigerungen der US-Ölfirmen sorgen dafür, dass auch bei niedrigen Rohölpreisen weiter neue Ölquellen erschlossen werden können. Das schwächere Wachstum neuer US-Ölbohranlagen machte zuletzt Hoffnung, dass der US-Ölboom unter den niedrigen Preisen leidet. Doch die Investitionen in neue Techniken, zur Senkung des Break-Even-Preises tragen nun ihre Früchte. Transocean, ein Anbieter für Ölbohranlagen prognostiziert, dass Investitionen zukünftig wieder vermehrt in Offshore Projekte fließen werden, anstatt sich Investitionen fast nur auf die Schieferölförderung zu konzentrieren.

Ein weiterer Faktor, der die US-Ölindustrie beflügeln wird bleibt das absichern von zukünftigen Preisen. Das Hedging bedeutet, dass aktuell hohe Preise für die Zukunft abgesichert werden und somit über die Futures Märkte Öl verkauft werden kann, dass aus der neu erschlossenen Quelle noch nicht gefördert wurde. Der Verkauf der geplanten Ölförderung erlaubt es den Ölfirmen garantierte Abnahmepreise für die zukünftige Ölförderung zu erhalten. Daher bleiben die teureren Quellen auch rentabel, wenn die Ölpreise wieder fallen.

Der deutschlandweite durchschnittliche Heizölpreis liegt heute bei 54,42 Euro pro 100 Liter. Damit ist der durchschnittliche Preis wieder etwas teurer geworden. Die heutigen Rohölpreise stehen wieder im Minus. WTI entfernt sich weiter von der 50 US-Dollar Marke und liegt aktuell bei 48,67 US-Dollar pro Barrel. Die Nordseesorte Brent bewegt sich immer näher Richtung 50 US-Dollar Marke und notiert derzeit bei 51,66 US-Dollar pro Barrel.

Für eine mäßige Stimmung an den Märkten, was die aktuellen Preise drückt, sorgen aktuelle Produktionszahlen. Die OPEC und Russland sollen im Juli 32 Mio. B/T verschifft haben. Dies ist ein Rekordwert für dieses Jahr. Im Januar lag die Quote noch bei 30,5 Mio. B/T. Die Förderung im Juli stieg ebenfalls an und liegt mit 33 Mio. B/T auf dem höchsten Stand in diesem Jahr. Die Futures fielen in der Nacht unter die DG/ Linie, womit der aktuelle Aufwärtstrend erstmal ausgebremst wird.

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