US-Ölproduktion schockt Konkurrenz

Der Aufwärtstrend der Rohölförderung in den USA wächst unermüdlich weiter und auch ein Ende ist laut aktuellen Zahlen nicht in Sichtweite.

20.04.2017 | Robby Erkmann

Die neusten DOE-Zahlen legen eine Förderung von 9,25 Mio. B/T offen. Im Vergleich zum Oktober 2016 werden 460.000 B/T mehr Rohöl gefördert. Der Oktober ist der Referenzmonat für die Kürzungen der OPEC- und Nicht-OPEC-Staaten. Die auf ein Rekordhoch befindlichen US Ölbohranlagen, sind ein verlässlicher Indikator für ein weiteres mittel- bis langfristiges Wachstumspotenzial der Ölindustrie in den USA. Doch die US-Ölförderung gleicht schon jetzt ein Drittel der OPEC-Förderkürzungen aus. Für eine aussagekräftige Verknappung der Ölförderung müsste die OPEC ihre Kürzungen wohl deutlich ausbauen. Das wird die Verhandlungen im Mai sicherlich nicht vereinfachen, wo es aktuell schon genug Konflikte innerhalb der Organisation gibt.

Selbst die Experten großer Kreditinstitute haben stark schwankende Preisvorhersagen über die zukünftigen Ölpreise. Analyst Phin Ziebell von der National Australia Bank prognostiziert anhand der aktuellen Zahlen, dass ein Preisniveau zwischen 50 und 55 US-Dollar für US-Unternehmen kostendeckend sei. Dieser Preis biete zudem ausreichend Gewinne für Forschungskosten und die Entwicklung neuer Fördertechnologien. Daher sieht Ziebell, selbst im Falle einer OPEC-Verlängerung kein bedeutendes Aufwärtspotential an den Ölbörsen.

OPEC-Generalsekretär beruhigt Marktteilnehmer

Mohammad Barkindo zeigt sich auf einer Konferenz in Abu Dhabi erstaunlich optimistisch und ruhig. Seine positiven Worte erklärte er genau einen Tag, nachdem Saudi-Arabien von einer bedingungslosen Unterstützung zur Verlängerung der Förderbegrenzungen Abstand genommen hat. Barkindo ist der Meinung, dass ein Ende der weltweiten Überversorgung am Rohölmarkt immer näher rückt. Somit sei das OPEC-Abkommen nicht nutzlos und gibt Mut für eine Verlängerung in die zweite Jahreshälfte. Eine Diskussion über die Teilnahme von Nigeria und Iran schlägt Barkindo aktuell noch aus. Die beiden OPEC-Staaten waren bisher von den Förderkürzungen nicht betroffen. Der Iran steigerte seine Rohölförderung während der Laufzeit des Abkommens auf aktuell 3,8 Mio. B/T. Der Ölminister Kuwaits, Issam Almarzooq sagte, dass diese Fördermenge dem Iran bei einer Verlängerung des Abkommens genehmigt werden könnte. Beide Seiten scheinen sich langsam anzunähern, da bereits der iranische Ölminister, Bijan Zanganeh diese Fördermenge als wünschenswert erachtet hatte.

Heizölkunden dürfen sich diese Woche freuen. Der Preis für Heizöl ist nun drei Handelstage infolge gefallen und liegt aktuell bei durchschnittlich 58,84 Euro pro 100 Liter. Der Preis für die Nordseesorte Brent ist heute Morgen um ungefähr 0,6 Prozent gestiegen und liegt bei 53,41 US-Dollar pro Barrel. Gleiches gilt für das WTI. Hier verzeichnet der Preis einen ungefähren 0,4 prozentigen Anstieg, auf 50,79 US-Dollar pro Barrel.

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