US-Rohölbestände weiter im Sinkflug

Die API-Zahlen hielten für die Händler kein klares Signal bereit, trotzdem konnten die Kurse für WTI und Brent über den GD7 Widerstand springen.

09.08.2017 | Robby Erkmann

Der aktuelle starke Rückgang der US-Rohölbestände deutet auf eine Verknappung, der Verfügbarkeit von Rohöl am Markt hin. Erwartet worden war ein Rückgang von 2,7 Mio. Barrel, der API-Bericht meldete dann einen Bestandsabbau von 7,7 Mio. Barrel. Das sind 5,1 Mio. Barrel mehr als von den Experten erwartet. Bei den Destillaten gab es, wie erwartet einen Bestandsabbau von 0,2 Mio. Barrel. Die Meldung für die Benzinbestände trübt das Bild etwas. Diese liegen um 1,5 Mio. Barrel. höher, obwohl auch hier ein Rückgang von 1,6 Mio. Barrel erwartet worden war. Die Erwartung eines erneuten Benzinbestandsabbaus liegt daran, dass die hohe Sommernachfrage durch Urlaubfahrten und eine aktuelle gute Beschäftigungsrate für einen höheren Benzinbedarf sorgen.

Derweil will Saudi-Arabien die Rohölexporte für September weiter senken. Diese Aussage sorgte gestern für eine Aufwärtsbewegung. Die Rede ist von einem Umfang über 520.000 B/T und dabei soll es auch den hart umkämpften asiatischen Markt treffen, wo Kürzungen von 10 Prozent bei den Liefermengen ein enormer Wert sind. Der Schritt, nun den asiatischen Markt mit weniger Rohöl zu beliefern, gilt als Trendwende. In Asien herrscht ein großer Konkurrenzkampf, aufgrund des hohen Wachstumspotentials, sodass die Produzenten bisher versuchten keine Marktanteile zu verlieren. Doch die Tatsache, die Rohölbestände nachhaltig zu senken und den Markt zu verknappen, scheint Saudi-Arabien jetzt wichtiger zu sein. Diese Meldung könnte auch bedeuten, dass Saudi-Arabien die Kürzungsvorgaben aus dem OPEC-Abkommen übertreffen wird.

Wenig Kommentare zum OPEC-Meeting

Länder innerhalb und außerhalb der OPEC hatten sich zum Wochenbeginn in Abu Dhabi getroffen, um über Maßnahmen zu sprechen, wie die Einhaltung der Kürzungen besser überwacht werden können. Generell wurde bekanntgegeben, dass die Länder sich nun strenger an die Kürzungsvorgaben halten wollen. Negativ für die weltweite Reduzierung der Ölbestände waren in der Vergangenheit die Meldungen aus dem Irak und den VAE. Beide Staaten hielten sich nur zu 29 und 60 Prozent an den Kürzungen. Genauere Schlussfolgerung werde es aber beim nächsten Treffen am 21. August in Wien geben. Dort trifft sich das technische Komitee zur Überwachung der Produktionsmengen. Allgemein hält sich die OPEC mit Aussagen in letzter Zeit zurück und konzentriert sich wohl eher darauf, die Vorgaben Konsequent umzusetzen.

Angesicht der vermehrt freundlichen Nachrichtenlage bleiben die Rohölnotierungen ziemlich stabil. WTI liegt weiterhin nahe der 50 US-Dollar Marke bei aktuell 49,17 US-Dollar pro Barrel. Die Nordseesorte Brent verteidigt die 50 US-Dollar Marke sehr robust und wird aktuell für 52,08 US-Dollar pro Barrel gehandelt. Der durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland ist wieder etwas gesunken und bleibt die Woche bisher von stärkeren Kurssprüngen verschont. Der heutige Heizölpreis liegt daher bei 53,79 Euro pro 100 Liter.

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