Versorgungsengpässe in den nächsten Jahren

Die Ölpreise reagieren auf preismindernde Nachrichten sehr sensibel mit Kursabschlägen. Daher sucht vor allem die OPEC nach preisstützende Argumente.

12.07.2017 | Robby Erkmann

Fatih Birol, Chef der IEA (International Energy Agency) warnt vor Versorgungsengpässen um das Jahr 2020. Daher kann es zu einem starken Preisanstieg an den internationalen Ölbörsen kommen. Problematisch sei, dass die Schieferölindustrie in den USA rasant wächst. Verdeutlicht wird dies, mit einem erwarteten Investitionsanstieg für 2017 um die 53 Prozent. Daher wird das Produktionswachstum ebenfalls stark zunehmen und die Preise kurz- bis mittelfristig sehr niedrig halten. Die konventionelle Ölförderung wird dagegen weniger stark ausgebaut. Zumal die Erschließung neuer Fördervorkommen kostspielig und zeitintensiv ist und der Ölpreis zurzeit sehr niedrig bewertet wird. In Lateinamerika und Afrika sinken die Investitionen in neue Fördergebiete um etwa -4 bis -9 Prozent. Die Ausgaben in Russland und dem Nahen Osten wachsen zwar, jedoch nur mit 4 bis 6 Prozent. Sollte die Schieferölförderung an ihre Grenzen kommen, könnten die konventionelle Ölförderung die steigende Nachfrage nicht ausgleichen, da zuvor zu wenig neue Fördergebiet erschlossen wurden, so Fatih Birol. Deswegen kann es zeitweise, bis neue Großprojekte Öl fördern können, zu einem sehr knappen Angebot kommen.

Ähnliche Befürchtungen äußerte Amin Nasser von Saudi Aramco. Daher kündigte er an, dass der saudische Staatskonzern Saudi Aramco die Investitionssumme von 300 Milliarden Doller in den nächsten 10 Jahren für neue Projekte, trotz des niedrigen Ölpreises nicht verändert wird.

Fast unverändert ist auch der heutige Heizölpreis. Notierte der durchschnittliche Preis für 100 Liter Heizöl gestern bei 51,36, liegt der Durchschnittspreis heute bei 51,34 Euro pro 100 Liter. Der Heizölpreis bleibt damit auf Jahressicht sehr günstig bewertet. Die Rohölpreise sind am heutigen Tag etwas stabiler. WTI kostet derzeit 45,93 US-Dollar pro Barrel. Die Nordseesorte Brent notiert derzeit bei 48,35 US-Dollar pro Barrel.

US-Ölbestandsveränderung positiv

Die API-Zahlen lassen die Preise heute etwas stabiler wirken. Die Rohölbestände verringerten sich um 8,1 Mio. Barrel und lagen klar über den Erwartungen von 3,1 Mio. Barrel. Die Bestände im Cushing sanken ebenfalls um 2,0 Mio. Barrel und fallen damit überraschend stark aus. Entsprechend bullish werden die Zahlen gedeutet. Die Benzinbestände sanken nur um 0,8 Mio. Barrel, doch wurde hier kein Rückgang erwartet, sodass dieser Wert ebenfalls preisstützend ist. Mit Spannung wird nun erwartet, ob die DOE-Zahlen ebenfalls bullish ausfallen.

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