Viele OPEC-Staaten steigern Öl-Förderung

Zuletzt wurde berichtet, dass Libyen und Nigeria die Rohölförderung weiter ausbauen. Doch dies sind nicht die einzigen Staaten mit steigender Ölförderung.

05.07.2017 | Robby Erkmann

Libyen und Nigeria sind vom OPEC-Abkommen ausgeschlossen und unterliegen keinen Förderbegrenzungen. Doch die Juni-Rohölförderung soll in Saudi-Arabien um 90.000 B/T und in Angola um 30.000 B/T gestiegen sein. Zudem berichtet die iranische Nachrichtenagentur IRNA, dass die iranische Ölförderung nun 3,901 Mio. B/T beträgt. Seit Aufhebung der westlichen Wirtschaftssanktionen wäre dies das bisher höchste Förderniveau. Laut JBC Energy beträgt die Quotentreue des Kartells nur noch 93 Prozent und sank damit von 102 Prozent um 9 Prozentpunkte ab. Die OPEC-Staaten übertrafen das angestrebte Produktionsniveau von 31,75 Mio. B/T im Juni um 800.000 B/T. Im Konflikt mit Katar und den umliegenden Staaten zeichnet sich bis jetzt auch keine Lösung ab. Das Ultimatum für Katar, einen auferlegten Punkteplan umzusetzen wurde bis Dienstagnacht verlängert. Am Dienstag, sagte der katarische Außenminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, dass die Forderungen unrealistisch seien. Eine Lösung könne nur zusammen am Verhandlungstisch gefunden werden. Wie genau die Antwort Katars nun lautet ist bis jetzt nicht bekannt. Dennoch stufte die Ratingagentur Moody’s den wirtschaftlichen Ausblick auf negativ herab, da man der Ansicht ist, dass eine schnelle Konfliktlösung nicht absehbar ist. Wie die anderen Staaten nun reagieren ist bisher nicht bekannt.

Trotz dieser Spannungsfelder befinden sich die Rohölnotierungen an den Börsen im Aufwind. Der Preis für WTI stieg um etwa 4,50 US-Dollar pro Barrel an, was einer Erhöhung von 10,7 Prozent entspricht. Dennoch notiert das WTI ungefähr 13,2 Prozent unter den Eröffnungskursen im Januar. Ohne die Kursrallye der letzten Tage würde der Preis fast 25 Prozent unter den Handelspreisen zu Jahresbeginn liegen. Der Schlusskurs für die Sorte Brent lag am 23. Juni noch unter der 45 US-Dollar Marke. Nun liegen die Notierungen wieder im Beriech der 50 US-Dollar-Marke pro Barrel, was einen Anstieg von etwa 5 US-Dollar in den letzten Tagen entspricht.

Der deutschlandweite durchschnittliche Heizölpreis befindet sich, wie die Ölpreise, weiter im Aufwind. Der heutige Heizölpreis liegt bei 53,62 Euro pro 100 Liter. Der durchschnittliche Heizölpreis liegt damit etwa 3 Euro über den Jahrestief. Bis zum Jahreshoch von Januar mit 62,62 Euro pro 100 Liter liegen noch etwa 9 Euro Differenz. Die Notierungen an den Ölbörsen liegen heute Morgen wieder leicht über den Einstandspreisen. WTI wird aktuell für 47,12 US-Dollar pro Barrel gehandelt. Brent wird derzeit für 49,74 US-Dollar gehandelt.

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