Welche Empfehlung trifft das OPEC-Komitee?

Das Komitee trifft sich am 21. April um den aktuellen Status der Produktionskürzungen zu analysieren, bevor am 25. Mai eine Entscheidung getroffen wird.

13.04.2017 | Robby Erkmann

Innerhalb der OPEC-Staaten kristallisiert sich Saudi-Arabien als klarster Befürworter für eine Verlängerung heraus. Die Haltung des größten Ölproduzenten innerhalb des Kartells stellt einen wichtigen Meilenstein dar, weil eine Verlängerung der Förderbegrenzungen ohne Saudi-Arabien nicht zustande kommt. Das Komitee wird aller Voraussicht nach eine Verlängerung des OPEC-Abkommens am 21. April empfehlen. Doch die am Abkommen beteiligten Staaten sollten ihre Produktionskürzungen einhalten, damit die Empfehlung des Komitees positiv ausfällt. Sollte diese Empfehlung wegen Nichteinhaltung des Abkommens einzelner Staaten ausbleiben, werden die Auswirkungen am Weltmarkt für Öl unvorhersehbar sein. Es ist daher eindeutig erkennbar, dass alle Staaten ein enormes Interesse haben sollten, die Empfehlung des Komitees nicht zu gefährden.

Russland verweist stets auf das Treffen im Mai und hält sich mit einer klaren Äußerung zurück. Jedoch gab es zuletzt durchaus positive Signale. Zumal für Saudi-Arabien eine Verlängerung des Abkommens ohne Russland nicht in Frage kommt. Dagegen scheint eine Einigung mit dem Iran und Irak derzeit kompliziert. Aktuell ist der Iran vom Abkommen nicht betroffen. Die iranische Regierung muss nur eine Förderobergrenze einhalten, die aktuell übertroffen wird. Die irakische Regierung um den Ölminister Jabbar Al-Luaibi plant weiterhin den Ausbau seiner Ölproduktion. Der Irak, als OPEC-Mitglied will die Fördermenge von 4,57 Mio. Barrel pro Tag auf 5 Mio. Barrel pro Tag steigern. Bis Ende 2017 will der Irak Ausschreibungen für den Ausbau der Ölfelder Dujail, Kumait und Rifaie herausgeben. Grund für die Haltung der Regierung in Bagdad, ist die wachsende Konkurrenz aus den USA durch die Schieferölproduktion. Wie alle Staaten für ein neues Abkommen begeistert werden könne bleibt bis jetzt unklar. Da nicht alle OPEC-Staaten die Förderkürzungen einhalten, kompensiert Saudi-Arabien die Überproduktion anderer Staaten, durch eine höhere eigene Förderbegrenzung. Dass dies keine dauerhafte Lösung sei, wurde seitens der saudischen Regierung zuletzt deutlich kommuniziert.

US-Ölproduktion steigt ungebremst

Die Rohölförderung beträgt zurzeit ungefähr 9,22 Mio. Barrel pro Tag. In der Berichtswoche stieg die Ölförderung in den USA um 36.000 B/T an. Dies war der achte Anstieg in Folge, mit einem Fördervolumen von insgesamt 258.000 B/T. Daher schätzt die DOE, dass die US-Ölindustrie 2018 rund 9,90 Mio. Barrel B/T fördern wird. Für Marktteilnehmer ist dieser starke Anstieg eine Überraschung, sodass die Experten der OPEC und EIA die eigenen Monatsberichte zur US-Produktionserwartung 2017 korrigieren musste. Hinzu kommt, dass die Anzahl an aktiven US-Ölbohrungen kontinuierlich wächst. Dieser Effekt wird weitere Zuwächse bei der Rohölförderung begünstigen.

Vor dem Osterwochenende klettert der Heizölpreis auf 60,38 Euro pro 100 Liter. Der Heizölpreis lag zuletzt am 2. März über der Marke von 60 Euro pro 100 Liter. Die Rohölsorte Brent kostet ebenso wie das WTI ein halbes Prozent mehr als gestern. WTI wird aktuell für 53,09 US-Dollar pro Barrel gehandelt. Brent wird derzeit für 55,88 US-Dollar pro Barrel angeboten.

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