WTI knackt das 10 Monatstief

Die DOE-Zahlen fielen weitestgehend positiv aus, sodass sich die Ölpreise leicht erholten. Doch gegen Nachmittag brachen die Preise ohne Ankündigung ein.

22.06.2017 | Robby Erkmann

Neuerliche Spekulationen des iranischen Ölministers, die Maßnahmen des OPEC-Abkommens zu erweitern, hatten gestern keine stützenden Auswirkungen auf den Markt. Erst die bullishen US-Bestandszahlen brachten die Kurse auf ein Tageshoch. Dabei blieb der Widerstand im Bereich er GD7-Linie ungebrochen. Die Marktteilnehmer sahen das als Grund, Gewinne mitzunehmen. Im späten Handel brachen die Preise rapide ein. Besorgniserregend ist, dass der Markt auf preistreibende Nachrichten nicht mit Preisanstiegen reagiert. Daher fiel WTI auf den tiefsten Stand seit August 2016 und ging mit einem neuen 10-Monatstief aus dem Handel.

Die DOE-Zahlen meldeten einen Rohölabbau von 2,5 Mio. Barrel und lagen damit, wie die API-Zahlen über den Erwartungen. Die Destillate stiegen um 1,1 Mio. Barrel an, was aktuell weniger wichtig ist für die Händler. Positiv war dagegen, dass Benzin um 0,6 Mio. Barrel abgebaut wurde. Die Raffinerieauslastung bleibt mit 94,0 Prozent auf hohem Niveau, auch wenn diese leicht gesunken ist. Die USA importierten in der letzten Woche 0,15 Mio. Barrel weniger Rohöl also in der Woche zuvor. Dies unterstützt die Bestandsabbauten bei Rohöl. Gleichzeitig stieg die heimische Ölförderung um 20.000 B/T an, was angesichts der steigenden Bohranlagen nicht verwundern dürfte. Bullish ist auch die um 1,6 Mio. B/T auf insgesamt 21,1 Mio. B/T deutlich gestiegenen Gesamtnachfrage nach Produkten.

Die Abbauten bei Benzin und Rohöl, sowie die gestiegene Nachfrage nach Produkten, lässt die DOE-Zahlen insgesamt bullish bewerten. Der stützende Effekt währte an den Märkten nur kurz, wie das neuerliche 10-Moantstief eindrucksvoll bewiesen hat. WTI liegt heute Morgen bei 42, 42 US-Dollar pro Barrel. Brent notiert heute Morgen bei 44,72 US-Dollar. Beide Werte haben im Vergleich zum gestrigen Morgen um über einen US-Dollar nachgelassen. Die durchschnittlichen Heizölpreise liegen heute bei 51,37 Euro pro 100 Liter, um drei Cent unter den gestrigen Durchschnittskursen.

Hurrikane-Saison trifft Ölindustrie

Die Hurrikane-Saison beginnt typischerweise im Juni. Die entstehenden Tropenstürme im Atlantik treffen dabei immer wieder die US-Ölindustrie im Atlantik oder die Verladezonen an der US-Küste. Der aktuelle Sturm Cindy behindert derzeit die Verladungen auf die Öltanker. Deshalb wurden bisher 40 Offshore Ölplattformen evakuiert, Das entspricht etwa 5,4 Prozent der aktuell 737 bemannten Anlagen. Mit Schäden an den Plattformen wird nicht gerechnet, sodass die Produktion wieder schnell hochgefahren werden kann. Die zeitlich begrenzten Auswirkungen lassen steigende Ölpreise an den Ölbörsen bisher vermissen.

Heizöl-Preisrechner

Laptop Preismail

Die comoil-Preismail

Sie erhalten eine E-Mail mit dem aktuellen Heizölpreis für Ihren Lieferort und Ihre Bestellmenge. Täglich, alle 3 Tage, wöchentlich oder alle 2 Wochen, ganz wie Sie wollen. Einfach mal ausprobieren.

Mehr erfahren

Handy Preisalarm

Der comoil-Preisalarm

Automatisch melden wir uns per E-Mail bei Ihnen, wenn der von Ihnen festgelegte Preisbereich über- bzw. unterschritten wird. Natürlich aktuell und abgestimmt auf Ihren Lieferort und Ihre Bestellmenge.

Mehr erfahren

Der comoil Heizöl Newsletter

Newsletter

Der comoil Heizöl-Newsletter "comoil kompakt" informiert Sie in unregelmäßigen Abständen rund um das Thema Heizöl. "comoil kompakt" ist selbstverständlich kostenlos und unverbindlich.

Newsletter abonnieren