Einigung um Kaspisches Meer

Seit dem Zusammenfall der Sowjetunion stritten die Anreinerstaaten über die Vergabe der Grenzen im Kaspischen Meer und damit über die Rohölvorräte.

14.08.2018 | Robby Erkmann

Nun könnte am Wochenende ein Durchbruch erlangt sein, der den Weg dafür bereitet, dass Rohöl aus dem Kaspischen Meer gefördert werden kann. Der iranische Präsident Rouhani sagte, dass der wichtigste Schritt getan sein, auch wenn es noch zu lösende Probleme gibt. Durch die Aufteilung der Grenzen und damit einhergehend, der Fördergebiete, kann nun gezielt die Ansiedlung der Ölindustrie begonnen werden. Die Vorkommen unter dem Kaspischen Meer sollen sehr ergiebig sein. Schon in der Vergangenheit war versucht worden Rohöl zu fördern, was infolge unklarer Grenzverläufe gestoppt wurde. Damals stand ein Projekt mit einem Vorkommen von 20 Mrd. Barrel Rohöl vor der Fertigstellung. Dieses Projekt könnte nun schnell Rohöl fördern. Langfristig wird mit dieser Meldung die Rohölversorgung wohl deutlich steigen, da das Wachstumspotential enorm ist.

Ebenfalls auf Wachstumskurs liegt nach wie vor die US-Schieferölindustrie. Die EIA meldete eine Rohölförderung in diesem Segment von 7,43 Mio. B/T für August. Im September rechnen die Experten mit einer Schieferölförderung von 7,52 Mio. B/T. Wie stark die US-Rohölförderung in den nächsten Jahren noch wachsen kann zeigt auch die Anzahl der angebohrten Ölquellen. Im Juli wurde ein Anstieg um 165 angebohrte und nicht vollends erschlossenen Ölquellen gemeldet. Damit wurde ein neues Rekordhoch erreicht, mit insgesamt 8.033 Ölquellen. Die US-Ölindustrie ist damit mehr und mehr in der Lage die Rohölförderung schnell steigern zu können. Wichtig ist dabei, dass der Ausbau der Transportinfrastruktur voran geht, da die Transportkapazitäten teilweise jetzt schon an der Auslastungsgrenze arbeiten.

Wertverlust der Lira

International wird das Rohöl in US-Dollar gehandelt. Nun verliert die türkische Währung mehr und mehr an Wert und das verteuert die in US-Dollar gehandelten Rohölmengen für Importeure. Käufer in der Türkei leiden damit immer mehr unter der wirtschaftlichen angespannten Situation. Zwar ist die Türkei kein Staat mit einer hohen Rohölimportmenge, doch der Wertverlust bringt auch Probleme in anderen Schwellenländern mit sich. Das ist negativ für die Nachfragewachstum, denn die Schwellenländer verzeichnen stets große Wachstumssteigerungen. Die Probleme mit der Lira sind daher nicht nur für die Türkei von Bedeutung.

Fundamental hat sich an der allgemeinen Nachrichtenlage nicht viel verändert. Daher liegen die Ölpreise weiterhin, in der von Experten erwarteten Handelsspanne. Brent kostet heute Morgen 73,18 US-Dollar pro Barrel. Die Sorte WTI notiert zur Zeit bei 67,79 US-Dollar pro Barrel. Der durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland liegt aktuell nahe dem diesjährigen Jahreshoch. Für 100 Liter Heizöl müssen im Bundesdurchschnitt heute 71,27 Euro bezahlt werden.

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