Endkunden profitieren von OPEC

Der Beschluss der OPEC im Juni und die allgemeine Preisvorstellung kommen den Verbraucher zu gute. Mit einer Preisexplosion muss nicht gerechnet werden.

25.07.2018 | Robby Erkmann

Bullishe wie bearishe Signale fallen zurzeit schwach aus, oder werden vom Markt kaum wahrgenommen. Der Ton ist zwischen den USA und dem Iran infolge der einseitigen Aufkündigung durch die USA rauer geworden. Der iranische Außenminister betonte, dass der Iran die gleichen Vergeltungsmaßnahmen treffen wird, wie die USA, sofern versucht wird die Ölexporte des Irans zu unterbinden. Doch an einer militärischen Auseinandersetzung ist derzeitig mehr aus unwahrscheinlich. Es bleibt wohl bei dem üblichen Säbelrasseln. Diese leichte Verunsicherung des Marktes wird durch eine Meldung aus Libyen abgefangen, sodass sich stützende und preismindernde Elemente wieder wie Waage halten. Die Ölförderung am Waha-Ölfeld soll aktuell wieder auf 130.000 B/T gestiegen sein. Die Probleme an den Exporthäfen sind damit überwunden, sodass die libysche Rohölförderung wieder auf dem vormaligen Niveau liegt.

Handelszölle treffen China

Die Strafzölle haben unterdessen erste negative Auswirkungen auf die chinesische Wirtschaft. Die Nachfrage nach Gütern aus China ist deutlich gesunken. Die chinesische Regierung hat deshalb ein Konjunkturpaket angekündigt. Es wird geplant große Investitionen in die Infrastruktur zu tätigen, damit die Wirtschaft und Aufträge erhält. Somit wird die Auftragsflaute etwas abgefangen. Gleichzeitig bedeutet das eine nicht so starke Abschwächung der Ölnachfrage.

Die Preiserwartungen der Analysten von Evercore entsprechen in etwa dem aktuellen Preisniveau. Evercore hat die Preiserwartung um 5 US-Dollar pro Barrel nach oben korrigiert. Im Jahresdurchschnitt wird Brent demnach bei 70 US-Dollar pro Barrel erwartet. Für das nächste Jahr werden dann im Jahresdurchschnitt 75 US-Dollar erwartet.
Gleichzeitig verdeutlicht dies einmal mehr, dass auch Analysten die Preisspanne in dem Bereich sehen, in dem die OPEC die Ölpreise gerne sehen würde. Seit Juni bewegen sich die Preise im Bereich von 70 bis 80 US-Dollar pro Barrel. So steuert die OPEC aktuell am unterem Ende der Preisspannen wieder gegen einen weiteren Preisverfall. Saudi-Arabien hat daher angekündigt im August etwa 100.000 B/T weniger Rohöl zu exportieren.

Die Rohölpreise bieten heute Morgen keine ungewöhnlichen Veränderungen an. Brent kostet im Moment 74,07 US-Dollar pro Barrel. Die amerikanische Sorte WTI notiert aktuell bei 68,81 US-Dollar pro Barrel. Beide Werte notieren leicht im Plus. Der durchschnittliche Heizölpreis nähert sich wieder der 70 Euro-Marke an und liegt im Vergleich zu gestern wieder höher. Heute werden im Bundesdurchschnitt für 100 Liter Heizöl 69,02 Euro bezahlt.

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