Heizöl Jahresbilanz 2017

Mit 61 Euro im Bundesdurchschnitt startete der Heizölpreis in das Jahr 2017. Trotz immer wieder stärkeren Anstiegen lag zur Jahresmitte der Preis für Heizöl mit 50, 61 Euro auf dem niedrigsten Stand des Jahres. Im Anschluss ist ein deutlicher Preisanzug zu erkennen, so dass der Preis für Heizöl zum Jahresende im Durchschnitt einen Betrag von 63 Euro erreichte. Doch was waren die Gründe für diesen Anstieg?

Heizölpreise 2017 comoil

 

OPEC Förderkürzung ist das Thema 2017

Die erste Jahreshälfte war geprägt von der Förderkürzung der OPEC. Trotz erfolgreicher Umsetzung der Drosselung blieb die erhoffte Preissteigerung aus. Zur Jahresmitte fiel der Preis sogar auf ein sieben Monatstief. Erstmals im Juli erwarteten Experten, dass die Förderkürzung langsam Wirkung zeigte. Gleichzeitig gaben einige Länder bekannt, dass sie keine weitere Kürzung mehr vornehmen werden. Ecuador verließ sogar komplett das OPEC-Kartell, so dass südamerikanische Land nicht mehr an die Vereinbarungen gebunden ist. Die OPEC beschloss anschießend eine genaue Beobachtung zur Einhaltung der noch beteiligten Länder.

Es bleibt dennoch die Frage, was nach dem vereinbarten Zeitraum geschehen werde. Russland hat bereits angekündigt nicht an weiteren Produktionskürzungen nach März 2018 teilzunehmen. Die OPEC wird dafür kritisiert, dass es keine Planung nach Beendigung gibt. Experten vermuten einen starken Anstieg der Öl-Förderung, so dass es ein Überangebot an Öl geben wird und die Preise wieder sinken werden.

 

Gründe für Preisanstiege

Die Gründe für die Preisanstiege wurden erstmals Mitte August bekannt, als eine US-Raffinerie einen Ausfall bekannt gab. Da es sich um die zweitgrößte Raffinerie der USA handelte, gingen die US-Ölvorräte zurück. Kurz darauf machten die Hurrikans Harvey und Irma sowie der anschließende anhaltende Starkregen der amerikanischen Ölindustrie Sorgen. Da einige Raffinerien vorsorglich geschlossen werden mussten, war in der Zeit die Ölproduktion unterbrochen. 2,5 Millionen Barrel Rohöl wurden dadurch jeden Tag weniger produziert. Erst später wurde bekannt, das Harvey doch größere Schäden an Raffinerien versursacht hatte als zuvor gedacht: Vier geschlossene, sechs ohne Normalbetrieb und weitere fünf Raffinerien, die nur sehr gering belastet werden konnten. Der Produktionsrückgang bescherte dem Heizölpreis einen Auftrieb.

Seit September diskutiert die OPEC über eine erneute Verlängerung der Kürzung von Ölproduktionsmengen. Da die ersten Treffen ohne Ergebnisse bleiben, reagiert der Markt unsicher und lässt die Preise immer wieder steigen und fallen. Ende November dann die Entscheidung, dass die Vereinbarung weitere neun Monate andauern soll. Allerdings wird nach drei Monaten eine Prüfung erfolgen, ob die weiteren sechs Monate sinnvoll sind.

Ende September sorgte ein Bericht der International Energy Agency (IEA) dazu, dass die Heizölpreise ansteigen. Der Bericht enthielt eine Prognose, dass die Nachfrage nach Öl noch in diesem Jahr um 1,6 Millionen Barrel und 2018 um 1,4 Millionen täglich steigen wird. Das Nachfragehoch könnte dann auch die Preise weiter nach oben treiben.

Ebenso brachten Meldungen, dass eine Pipeline im Irak nicht in Betrieb sei, wodurch dem Weltmarkt 600.000 B/T Öl fehlen, sowie ein vereitelter Anschlag in New York im Dezember dazu, dass der Preis für Rohöl noch mal angestiegen ist. Auch ein Haarriss in der Forties Pipeline sorgte im Dezember für Ausfälle und damit geringeren Öl-Angebote am Markt.

Auch der Trend im Januar 2018 zeigt zunächst einen Preisanstieg beim Heizölpreis. Wie sich der Preis entwickelt können Sie in der Heizölpreisgrafik nachsehen, welche aktuellen Themen Einfluss nehmen, erfahren Sie in unseren News.

Mitteilungen, Expertenrat oder Heizölpreis-Charts für Ihre Webseite? Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie an einer Zusammenarbeit interessiert sind.

Presse-Kontakt


Tel.: 040 524768-0
info@comoil.de
Kooperation