Leere Versprechungen aus Venezuela

Das durch die letzten Wahlen noch stärker sanktionierte Venezuela überraschte nun mit einer Aussage, die laut Experten nicht eingehalten wird.

30.05.2018 | Robby Erkmann

So ist das südamerikanische Land weiter auf Talfahrt bei der wirtschaftlichen Entwicklung. Innenpolitisch ist das Land ebenfalls stark zerklüftet. Die Ölförderung von Venezuela lag 2015 noch bei etwa 2,4 Mio. B/T. Die neusten Zahlen besagen, dass die Ölförderung aktuell bei ungefähr 1,47 Mio. B/T liegen. Dabei ist der Produktion dieses Jahr kontinuierlich stark rückläufig. Nun hat der Präsident Maduro angekündigt, die Rohölförderung wieder auf das Niveau von 2015 anzuheben. Somit müsste Venezuela 1,0 Mio. B/T mehr produzieren. Er werde China, Russland und die OPEC dabei um Hilfe bitten.

Experten halten dieses Vorhaben für unmöglich. Zumal Venezuela finanzielle Mittel fehlen. Schätzungen zufolge wären 500 neue Ölquellen zu erschließen, damit das ausgegebene Ziel erreicht werden kann. Im Jahr 2016 beispielsweise, wurden genau 171 Quellen angebohrt. Zumal nicht mal sicher ist, ob die Länder bereit sind, ein hohes finanzielles Risiko einzugehen und dem vor dem Bankrott stehenden Venezuela unter die Arme zu greifen.

OPEC stellt die Weichen

Unterdessen gehen die Treffen verschiedener OPEC-Mitglieder weiter. Für Samstag Treffen sich die Mitglieder Saudi-Arabien, Kuwait und die V.A.E. Im Allgemeinen ist das ein übliches Vorgehen, dass man sich vor dem OPEC-Treffen im Juni im Vorfeld abstimmt, damit dann die Erwartungen am Treffen erfüllt werden. Wobei wohl vor allem Russland auf eine Anhebung der Ölproduktion drängt. Als die Preise die 60 US-Dollarmarke erreicht hatten, war Russland seinerzeit zufrieden mit dem erreicht Preisniveau, hatte sich aber den Vorstellungen der OPEC unterordnen. Gleichzeitig verkauft Russland sein Rohöl in Rubel. Doch der Rubelkurs steht aktuell ungünstig, sodass Russland deutlich weniger verdient, als möglich wäre. Doch bei dem nun erreichten Niveau, hat wohl auch die OPEC gemerkt, dass Handlungsbedarf besteht. Bei Preisen von 80 US-Dollar und mehr wächst die Rohölförderung von Staaten wie den USA, Kanada und Brasilien noch schneller, was dadurch wohl vermindern werden soll.

Der Ausblick auf die wohl steigende Ölförderung der OPEC hat die Preise zurückgeworfen und bleiben aktuell auf dem Niveau, nach der Korrektur. WTI kostet im Moment 66,89 US-Dollar pro Barrel. Die Sorte Brent notiert im Augenblick bei 75,46 US-Dollar pro Barrel. Der in Deutschland durchschnittliche Heizölpreis liegt heute bei 71,16 Euro pro 100 Liter.

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