Ölpreis sehr Schwankungsstark

Die Aktienmärkte haben auf die Preisnotierungen weiterhin einen großen Einfluss. So kommt es aktuell zu starken Verwerfungen an den Ölbörsen.

16.02.2018 | Robby Erkmann

Die Nachrichtenlage bleibt im Moment eher gering. Dennoch kam gestern zu starken Kursverwerfungen. Diese endeten an den ersten Widerständen. Fehlende Impulse sorgten dann im Laufe des Donnerstages für Gewinnmitnahmen, sodass die Future wieder auf ihre Unterstützungen zurückfielen. Doch die höhere Inflationsrate in den USA und ein Anstieg der internationalen Aktienmärkte zog die Notierungen an den Ölbörsen wieder mit hoch. Auch die Aussage des saudischen Ölministers, die Förderkürzungen definitiv bis Ende 2018 beizubehalten, konnte ebenfalls kurzfristig neue Impulse liefern. Trotz des dann schwächere US-Dollar, der den Preisdruck auf die Notierungen erhöhte stiegen die gestrigen Kurse im späten Handel wieder an.

Neue Nachrichten gab es gestern auch von anderen OPEC-Staaten. Diese waren allerdings weniger stützend. Nigerias Ölförderung liegt aktuell auf dem vorgegebenen Maximum durch das Förderabkommen bei etwa 1,8 Mio. B/T. Dennoch plant die nigerianische Regierung die Rohölförderkapazitäten weiter auszubauen. Bis 2020 soll die Ölproduktion, laut Regierung um 0,7 Mio. B/T steigen. Erste zusätzliche Mengen werden bereits im Laufe dieses Jahres erwartet. Über der aktuellen Fördergrenze liegt die Ölförderung in Libyen. Die vereinbart Quote durch das Förderabkommen liegt bei 1,0 Mio. B/T, doch die aktuelle Förderung liegt bei 1,1 Mio. B/T. Angola, ein sehr kleiner Ölförderer will noch dieses Jahr ein neues Ölfeld in Betrieb nehmen, das einen Kapazitätszuwachs von 250.000 B/T generieren würde.

Da der Markt in der zweiten Jahreshälfte überversorgt sein soll, so die aktuellen Prognosen, würden zusätzliche Fördermengen das Problem wachsender weltweiter Ölbestände weiter verstärken. Das gute diesjährige Wirtschaftswachstum kann diesen Trend wohl nicht vermeiden, auch wenn die Zahlen aus Asien aktuell sehr stark sind. So importierte Indien im Januar mit 4,93 Mio. B/T eine Rekordmenge an Rohöl. China erhöhte die Rohöleinfuhren von Dezember auf Januar um 11,6 Prozent und präsentierte damit ebenfalls starke Zahlen.

Im Zuge der gestrigen Erholung der Ölpreise, stieg auch der durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland etwas an, nachdem er 10 Tage in Folge gesunken ist. Heute kosten 100 Liter Heizöl im Bundesdurchschnitt 58,68 Euro. WTI und Brent sind heute Morgen ebenfalls etwas teurer als zur Eröffnung. WTI kostet im Moment 61,66 US-Dollar pro Barrel. Die Nordseesorte Brent wird zur Zeit für 64,70 US-Dollar pro Barrel gehandelt.

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