Verbaler Schlagabtausch

Nach bekanntwerden der US-Sanktionen geht der Iran erstmalig verbal in die Offensive. Die verbale Reaktion Trump fiel genauso drastisch aus.

23.07.2018 | Robby Erkmann

Seitdem die USA aus dem Atomabkommen ausgestiegen sind, beobachten Experten gespannt die Entwicklung zwischen beiden Staaten. Bisher hielten sich die Kommentare der politischen Vertreter in Grenzen. Präsident Rouhani sagte, dass Trump nicht mit dem Schwanz des Löwen spielen solle, sonst würde er es bereuen. Außerdem sagte er, dass es kaum möglich sei die iranischen Ölexporte auf Null zu senken, sofern man die Grundlagen der Politik verstehe. Außerdem betonte er, dass der Iran stets die Sicherheit der örtlichen Wasserwege garantierte. Demnach seien alle Exporte der Region sicher, oder keine, so Rouhani. Mit diesem Kommentar bezog der sich auf die Straße von Hormuz. Etwa 30 Prozent der weltweit verschifften Rohölmengen passieren diese Meeresenge. Eine militärische Schließung dieser Straße hätte also dramatische Folgen für die weltweite Rohölversorgung.
An die USA gerichtet folgte dann ein Kommentar von Rouhani. Demnach sei der Friede mit dem Iran, die Mutter aller Friede und ein Kreig wäre die Mutter aller Kriege.
Eine Reaktion des US-Präsidenten ließ nicht lange auf sich warten. Trump richtete an den iranischen Präsidenten ebenfalls harte Worte. Er solle niemals wieder den USA drohen, da sonst Konsequenzen drohen, wie sie in der Vergangenheit bisher kaum jemand erleben musste.
Die Reaktion an den Ölbörsen blieb bisher gering. Wortgefechte sind demnach nichts neues für die Marktteilnehmer und haben in der Vergangenheit kaum Taten folgen lassen.

 

Wenig Bewegung im Markt

Aktuell gibt es wenig andere News die Einfluss auf die Ölpreise nehmen. Die Versorgungslage ist weitestgehend unverändert. Die Marktteilnehmer sind weiterhin daran interessiert die Preise in der Spanne von 70 bis 80 US-Dollar zu halten. Saudi-Arabien ist aktuell nicht mehr interessiert, den Markt noch stärker mit Rohöl zu versorgen. Stattdessen sollen die Ölexporte für August um 100.000 B/T abnehmen. Das stützt die Erwartungen der Experten, dass die Zielmarke bei 70 bis 80 US-Dollar liegt. Damit kehr vorerst Ruhe im Markt ein, der noch vor kurzem sehr angespannt war, da durch Konflikte in Libyen etwa 850.000 B/t fehlten. Wie seit langem bleibt die Lage in Libyen angespannt, weshalb man stets mit neuen Förderausfällen rechnen muss.

Der heutige durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland liegt bei 68,18 Euro pro 100 Liter. Im gleichen letztjährigen Zeitraum lag der Durchschnittspreis für Heizöl im Bereich der 52 Euro pro 100 Liter. Der Preis für Brent ist heute morgen unverändert und liegt aktuell bei 72,99 US-Dollar pro Barrel. WTI dagegen ist um über 3 Prozent gefallen und kostet im Augenblick 68,11 US-Dollar pro Barrel.

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