3 Wochen ohne Bewegung

Die Rohölpreise stagnieren seit etwa drei Wochen. Mal geht es leicht aufwärts, dann abwärts. Kommt bald ein Ausbruch nach oben oder unten?

08.03.2019 | Robby Erkmann

Darüber können auch viele Experten nicht genau Auskunft geben. Es gibt Argumente, die für steigende Rohölpreise stehen und wiederrum kann auch für sinkende Rohölpreise Position gezogen werden. Letztendlich liegt die Richtung in den nächsten Monaten von einigen wichtigen geopolitischen Konflikten ab. Denn die Rohölpreisen werden nicht nur durch das harte Eingreifen der OPEC maßgeblich beeinflusst. Die OPEC kürzt aktuell, weit über ihre vereinbarten Vorgaben, die im Dezember beschlossen wurden. Aktuell liegt die Einhaltung Kürzungsquote bei über 200 Prozent. Lediglich Russland hält sich nicht an die Vorgaben und begründet das mit technischen Gegebenheiten, weshalb die Rohölförderung nicht so schnell, wie vereinbart gedrosselt werden kann. Dagegen drosselt Saudi-Arabien mehr als es müsste. Ohne die OPEC lägen die Rohölpreise mit großer Wahrscheinlichkeit noch niedriger. Aber welche Entscheidungen am Markt sind nun wichtig für die mittelfristige Entwicklung?

Grundsätzlich kann hierfür der Handelsstreit zwischen den USA und China genannt werden. Eine Einigung durch den aktuellen Dialog kann daher die Ölpreise verteuern. Zudem kommen die Konflikte in Venezuela und dem Iran. Beide Staaten könnten deutlich mehr Rohöl fördern und exportieren, als es aktuell der Fall ist. Inwiefern die US-Sanktionen gegen den Iran bestehen bleiben, oder die bestehenden Ausnahmegenehmigungen verlängert werden entscheidet sich im April. Daher kann es in den kommenden Monaten nochmal sehr volatil werden. Im Moment ist es am Markt recht ruhig.

Prognosen unverändert

Die regelmäßige Umfrage unter Investmentbanken hat kein Potential gehabt die Rohölpreise stark zu bewegen. Im Grunde sehen die Analysten den Markt genauso wie vor vier Wochen. Der Preis für ein Barrel Brent wird im Jahresdurchschnitt auf 67 US-Dollar geschätzt. Für die Sorte WTI sagen die Experten einen Durchschnittspreis von 60 US-Dollar pro Barrel voraus. Diese Vorhersagen bergen noch leichtes Aufwärtspotential, aber Verbraucher müssen sich nach aktuellem Stand keine Sorgen, um stark steigende Rohölpreise machen. Daher geht die Woche ohne nennenswerte Preisunterschied ihrem Ende zu.  

Zu Beginn des heutigen Tages liegen die Rohölnotierungen recht deutlich im Minus. Brent kostet etwa 0,90 Prozent weniger, als zum Handelsstart und kostet 65,48 US-Dollar pro Barrel. Die Sorte WTI notiert im Moment etwa 0,50 Prozent tiefer und wird daher für 56,13 US-Dollar pro Barrel angeboten. Der durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland liegt heute bei 69,92 Euro pro 100 Liter und hat ebenfalls wie die Rohölpreise keinen Aufwärtstrend in dieser Woche verzeichnen können.

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