Brent bei 60 US-Dollar pro Barrel

Die leicht stützenden Preistendenzen kommen durch Neuigkeiten der wöchentlichen API-Zahlen und durch die Hoffnung einer Konjunkturbelebung.

21.08.2019 | Robby Erkmann

Nach den API-Zahlen wartet der Markt nun noch auf die Bestätigung durch die wöchentlichen DOE-Zahlen. Das API hat für die vergangene Woche einen Abbau der Vorräte bei den Rohöl- und Benzinbeständen gesehen. Die Destillatbestände konnten dagegen einen Aufbau verzeichnen. Aber die API-Zahlen übertreffen die Erwartungen der Experten. Diese hatten für Rohöl nur einen Abbau von 1,9 Mio. B/T erwartet, das API meldete nun einen Abbau von 3,5 Mio. Barrel. Im Zentrallager der Stadt Cushing sanken die Bestände an Rohöl ebenfalls. Hierzu kommt die Hoffnung, dass die im September fortgeführten Gespräche zwischen China und den USA endlich zu einer Annäherung führen. Der Handelskonflikt belastet die Weltwirtschaft schwer und setzt auch dem Rohölpreis immer wieder deutlich zu, da die Rohölnachfrage schwach ist. Der Ölpreis wird aktuell auch durch Aussagen der EZB gestützt. Dem Vernehmen nach wird die Geldpolitik der EZB wieder expansiver werden, damit die Konjunktur und Inflation gestützt wird. Gleichzeitig hat auch die FED angekündigt die Zinsen wieder zu senken. In China ist die Zentralbank ebenfalls positive Maßnahmen am Umsetzen. Dies nährt die Hoffnung die Wirtschaftssorgen in den Griff zu bekommen.

Infrastrukturausbau der USA

Die angekündigten Maßnahmen der USA kommen mittlerweile zur Vollendung. Zwei weitere Pipelines stehen der Schieferölindustrie nun zur Verfügung, um das Rohöl aus dem Landesinneren zu den Küsten transportieren zu können. In der Vergangenheit gab es Transportengpässe, sodass umständlicher Weise per Schienen- und Straßenverkehr Rohöl transportiert werden musste. Das hemmte den Ausbau der Rohölförderung. Doch die USA haben ihr Wort gehalten und kräftig in die Infrastruktur investiert. Rohöl aus den USA ist nun in der Verfügbarkeit gestiegen. Das erklärt den zuletzt gesunkenen Preisunterschied zwischen Brent und WTI. Doch der geringere Preisunterschied ist für den Export der US-Sorte WTI nicht förderlich. Die USA exportierten von Mitte Juli bis zum 9. August durchschnittlich 2,4 Mio. B/T. In den Monaten davor lagen die Exporte bei 3,0 Mio. B/T.

Der durchschnittliche Heizölpreis ist leicht höher als gestern, aber im Grunde genauso schwankungsarm, wie die Ölpreise in der bisherigen Woche. 100 Liter Heizöl kosten im Bundesdurchschnitt heute 66,76 Euro. Brent kostet im heutigen Handel aktuell 60,47 US-Dollar pro Barrel. Die Sorte WTI liegt jüngst bei 56,33 US-Dollar pro Barrel.

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